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Gefälschtes Aspirin in Frankreich beschlagnahmt Zwei Polizisten als Retter in letzter Minute Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Gefälschtes Aspirin in Frankreich beschlagnahmt Zwei Polizisten als Retter in letzter Minute
Zuletzt aktualisiert: 13.08.2012 um 18:20 UhrKommentare

Österreicher unter acht Verhafteten

Zoll und Polizei in Frankfurt ist der größte Kokain-Fund seit vier Jahren gelungen. Die Ermittler beschlagnahmten 50 Kilogramm des Rauschgifts mit einem Schwarzmarktwert von rund acht Millionen Euro.

Foto © APA

Sie nahmen acht verdächtige Schmuggler fest, unter ihnen ein schon betagterer Österreicher. Gegen die Beschuldigten - neben dem heimischen Verdächtigen handelt es sich um sieben Personen aus südamerikanischen Ländern - wurde Haftbefehl erlassen, wie die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Montag mitteilte.

Die mutmaßlichen Drogendealer hatten das Kokain in einem Container mit tiefgefrorenem Fisch versteckt. Dieser wurde per Schiff von Lima (Peru) über Hamburg in eine Frankfurter Lagerhalle gebracht. Als einer der Männer Anfang August das Kokain von dort mit einem Taxi in eine Wohnung bringen wollte, schnappten ihn die Ermittler. Er hatte 25 Kilogramm der Droge bei sich. Der 40-Jährige und ein zwei Jahre jüngerer Komplize wurden festgenommen. Der 38-Jährige hatte dem anderen zuvor auf einem Parkplatz einen Rucksack übergeben.

Wenig später gingen den Ermittlern die sechs weiteren Verdächtigen in Frankfurter Hotels ins Netz. Die beschuldigten Südamerikaner sind zwischen 19 und 45 Jahre alt.

Identität noch unklar

Zum Alter und zur genaueren Herkunft des Österreichers machte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt keine genaueren Angaben. Die genaue Identität des heimischen Staatsbürgers zu klären, sei unter anderem deshalb schwierig, weil der Verdächtige offenbar mehrere Alias-Identitäten benutzte und mit gefälschten Reisedokumenten erwischt wurde. In seinen ersten Einvernahmen zeigte er sich zudem nicht sehr gesprächig.

Klar war nur, dass der Mann den Polizeibehörden in mehreren Ländern alles andere als unbekannt war. Laut Frankfurter Staatsanwaltschaft hat der Verdächtige bereits 31 Jahre seines Lebens in spanischen, französischen und peruanischen Gefängnissen verbracht, immer in Zusammenhang mit Drogendelikten. Das sei etwas weniger als die Hälfte seines Lebens. Fest stand damit, dass er innerhalb der Gruppe der älteste Verdächtige war, und wohl auch der bei weitem Erfahrenste. Rückschlüsse auf seine Funktion in der Bande wollte die Anklagebehörde daraus zunächst nicht ableiten.

Quelle: APA

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