Zahl der Toten nach Erdbeben im Iran gestiegen
Die Zahl der Opfer der Erdbeben im Nordwesten des Iran ist auf mehr als 300 gestiegen. Am Samstag wurde der Nordwesten des Iran kurz nacheinander von zwei Erdstößen der Stärke 6,3 und 6,4 erschüttert worden.

Foto © APA
Bei den Beben am Samstag seien 306 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Frauen und Kinder, sagte Gesundheitsministerin Marsieh Wahid Dastdscherdi am Montag vor dem Parlament. 3.037 Personen seien verletzt worden. Von den 268 Toten, die in Leichenschauhäuser gebracht wurden, seien 219 Frauen oder Kinder und 49 Männer gewesen. Mehr als 2.000 der Verletzten seien vor Ort versorgt, die anderen in Krankenhäuser der Region gebracht worden, sagte die Ministerin.
Der Nordwesten des Iran war am Samstag kurz nacheinander von zwei Erdstößen der Stärke 6,3 und 6,4 erschüttert worden. Betroffen war die vorwiegend ländliche Bergregion um die Städte Warsakan, Ahar und Heris in der Provinz von West-Aserbaidschan. Nach Angaben der Regierung wurde die Hälfte der 600 betroffenen Dörfer zu 40 bis 100 Prozent zerstört. Zahlreiche Opfer wurden nicht in Leichenschauhäuser gebracht, sondern gemäß dem islamischen Brauch noch am Wochenende begraben. Die Suche nach Überlebenden wurde am Sonntag eingestellt.











