Wollten nicht ins Pflegeheim: Mord und Selbstmord
Ein 79-jähriger Pensionist aus Ternitz tötete zuerst eine von ihm seit rund zwei Jahren gepflegte 85-jährige Frau und danach sich selbst. Das betagte Paar wollte nicht ins Pflegeheim.

Foto © Gernot Eder
Verzweiflungstat eines betagten Paares in Niederösterreich: Weil sie nicht ins Pflegeheim eingeliefert werden wollten, hat ein 79 Jahre alter Mann am Wochenende in Ternitz (Bezirk Neunkirchen) seine Bekannte (85) erdrosselt und sich erhängt. Die Toten wurden am Sonntag in der Wohnung der Seniorin gefunden, teilte Chefinspektor Leopold Etz vom Landeskriminalamt Niederösterreich mit. Der Pensionist hatte sich noch telefonisch von seiner Frau verabschiedet.
Die 85-Jährige sei auf Dauerpflege angewiesen gewesen, so Etz. Der Pensionist habe sich seit etwa zwei Jahren um die Frau gekümmert und auch in ihrer Wohnung genächtigt. Weil er selbst sehbehindert und körperlich gebrechlich war, sollte der Mann ebenso wie die Frau ins Pflegeheim. Das hätten beide abgelehnt, so Etz. Was folgte, war die Verzweiflungstat.
Der 79-Jährige erdrosselte seine Bekannte mit einem Schal. Er selbst erhängte sich mit einem Seil an der Badezimmertür. Die Opfer wurden von der Ehefrau des Mannes und dem Sohn gefunden. Beide hatten nach dem Anruf des Pensionisten besorgt in der Wohnung der 85-Jährigen Nachschau gehalten.











