Feuer auf Mülldeponie von Palermo
Ein Feuer tobt schon seit einigen Tagen auf der größten Mülldeponie von Palermo. Die Flammen seien auf Brandstifter zurückzuführen, vermuten die Behörden. Riesige, giftige Rauchwolken stiegen rund um die hügelige Gegend auf, weshalb gesundheitliche Auswirkungen befürchtet wurden. Bürgermeister Leoluca Orlando ordnete die Vernichtung landwirtschaftlicher Produkte rund um die Deponie an.
Der Bürgermeister verdächtigt die Mafia als Brandstifter, vor allem bei Sondermüll. Dadurch würden darin verstrickte Unternehmer sich die hohen Kosten für die fachgerechte Entsorgung ersparen.
Wegen des Feuers türmten sich 3.300 Tonnen Müll auf den Straßen der sizilianischen Hauptstadt, die in den vergangenen Monaten immer wieder von Problemen mit der Entsorgung geplagt war. Das hat inzwischen die Mafia ausgenützt, um illegale Deponien zu errichten. Italien produziert nach Angaben von Umweltschützern mehr Abfall als der EU-Durchschnitt. Auch Recycling wird deutlich weniger gefördert als in anderen europäischen Ländern.











