Wiener Anwalt vermutlich in Tiefgarage gekidnappt
Die Entführung eines Wiener Anwalts am vergangenen Freitag dürfte bereits in der Tiefgarage bei seiner Anwaltskanzlei in der Innenstadt erfolgt sein.

Foto © APAEntführt: Erich Rebasso
Wie am Donnerstag aus Ermittlerkreisen zu hören war, zeigen Aufnahmen aus der Überwachungskamera, wie Erich Rebasso zu seinem Auto geht. Bei der Ausfahrt saß jedoch ein fremder Mann am Steuer des Mercedes 300 GD, berichteten auch Medien.
Die Identität des Mannes sei nun Gegenstand von Ermittlungen. Ein Kampf zwischen Entführer und Opfer oder eine Bedrohung durch eine Waffe sind auf den Aufnahmen nicht zu sehen. Die Polizei wollte die Entführung in der Tiefgarage zunächst nicht bestätigen.
Blutspuren
Das Auto des Anwalts wurde vier Tage später in Simmering von einer Polizeistreife gefunden. Darin befanden sich Blutspuren, die nun ausgewertet werden. Es sei jedoch nicht soviel Blut gewesen, um von einem Tötungsdelikt im Auto auszugehen, sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger. Zudem wurden laut Hahslinger "verschiedene Dinge" im Auto gefunden. Der Polizeisprecher wollte darauf aus ermittlungstaktischen Gründen nicht näher eingehen.
Der Anwalt verschwand am Freitag auf dem Weg zu einem Termin im südlichen Niederösterreich. Da der Advokat dort nie ankam, versuchte gegen 15.30 Uhr eine Kanzleimitarbeiterin den 48-Jährigen zu erreichen, doch ohne Erfolg. Am Samstag erstattete die Familie Vermisstenanzeige, seit dem wird nach dem 48-Jährigen gesucht. Das Handy von Rebasso dürfte zum Zeitpunkt seiner Entführung abgedreht worden sein, man habe es nicht mehr orten können, sagte Hahslinger. Die Entführer haben sich bisher nicht mit Geldforderungen an die Familie gewandt.










