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Zuletzt aktualisiert: 01.08.2012 um 11:04 UhrKommentare

Was Österreichern wichtig ist ...

Vor allem das Vertrauen in Freunde, in das Gesundheitssystem und in den Rechtsstaat ist für die Österreicher wichtig. Beim Vertrauen darauf, dass vor dem Gesetz jeder gleich ist, gibt es die meisten Vertrauensdefizite.

Foto © APA

Vor allem das Vertrauen in Freunde, in das Gesundheitssystem und in den Rechtsstaat ist für die Österreicher wichtig. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market" hervor. Beim Vertrauen darauf, dass vor dem Gesetz jeder gleich ist, gibt es die meisten Vertrauensdefizite, gefolgt vom Handeln der Regierung zum Wohl aller und dem Einhalten politischer Versprechen.

market hat am 25. und 26. Juli 400 repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren ausgewählte Personen telefonisch befragt. Dabei erklärten 93 Prozent, dass das Vertrauen in Freunde, die in einer Notsituation zu einem stehen, besonders wichtig ist. Auf den Plätzen folgen eine bestmögliche Behandlung im Krankenhaus (90 Prozent), dass vor dem Gesetz jeder gleich ist (88 Prozent), Löhne bzw. Rechnungen bezahlt werden (87 Prozent), Spareinlagen abgesichert sind und es in Europa zu keinem Krieg kommt (jeweils 86 Prozent).

Für 84 Prozent ist es besonders wichtig sich darauf zu verlassen, dass eine Regierung zum Wohl aller handelt, für jeweils 83 Prozent, dass die Meinungs- und die Medienfreiheit gewahrt bleiben und die Auszahlung der staatlichen Pension gesichert ist.

Sicherer Arbeitsplatz

Vor zehn Jahren war noch für 83 Prozent das Vertrauen darauf besonders essenziell, dass der eigene Arbeitsplatz sicher ist. In der aktuellen Umfrage antworteten nur mehr 66 Prozent so. Ebenfalls gesunken sind die Werte bei der Währungsstabilität (von 77 auf 70 Prozent) und der schützenden Hand, die Gott über einen hält (von 53 auf 49 Prozent). Die objektive Berichterstattung von Journalisten kam hingegen auf 75 statt wie früher 55 Prozent, die Wahrung der Meinungs- und Medienfreiheit auf 83 statt 64 Prozent und loyale Freunde auf 93 statt 77 Prozent.

Am meisten erschüttert ist das Vertrauen in den Rechtsstaat, das Handeln der Regierung zum Wohl aller und in das Einhalten politischer Versprechen. Auf den Plätzen folgen die Auszahlung der staatlichen Pensionen, die bestmögliche Behandlung im Krankenhaus und die objektive Berichterstattung von Journalisten. Die wenigsten Vertrauensdefizite gibt es bei der schützenden Hand Gottes, der Treue des Lebenspartners, dem Begleichen von Löhnen und Rechnungen, bei Freunden, die zu einem stehen, und bei der Arbeitsplatzsicherheit.

Quelle: APA

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