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Zuletzt aktualisiert: 28.07.2012 um 20:47 UhrKommentare

Erste Gewitter im oberen Ennstal und im Ausseer Land

Die Wetterprognose der Zamg hat sich bis Samstag Mittag als richtig erwiesen. Erste Gewitter traten im oberen Ennstal und im Ausseer Land auf. Im Bezirk Murau ging am Nachmittag ein Gewitter mit Sturmböen nieder, bei dem Bäume umstürzten.

Foto © Gernot Eder

Die nichts Gutes verheißenden Prognosemodelle der ZAMG erwiesen sich bis Samstagnachmittag als richtig: Erste Gewitter wurden aus dem oberen Ennstal und dem Ausseer Land gemeldet, die Zugrichtung der lokalen Gewitterzellen sei aber schwer genau vorherzusagen, so Meteorologe Hannes Rieder von der ZAMG.

Gegen 15 Uhr ging in den Gemeindegebieten von Schöder, Krakaudorf, Kraukauhintermühlen und St. Peter/Kammersberg (Bezirk Murau) ein Unwetter mit Sturmböhen nieder. Bäume stürzten um, einige Gemeindestraßen mussten gesperrt werden, u.a. in Richtung Etrachsee. In St.Peter fiel ein Baum auf ein Urlauberauto. Personen wurden nicht verletzt. Am Etrachsee waren ca. 200 Urlauber eingeschlossen.

Weiterer Verlauf

In der ersten Nachthälfte sei eher eine ruhigere Phase zu erwarten, wohingegen die zweite Nachthälfte und der Sonntagvormittag wieder kritisch werden dürften: "Die Kaltfront bringt kräftige Gewitter und Niederschläge bis zu 30 Millimeter." Diese Front, die auch Hagel mitführt, wird dann am Nachmittag im Süden, also auch im Grazer Raum, erwartet.

Am Montag geht es dann regnerisch mit allerdings geringen Regenmengen weiter, am Dienstag stabilisiert sich das Wetter - eine Entspannungsphase, die bis Freitagmittag dauern sollte.

Wieder Evakuirungen

Im obersteirischen Unwetter-Hotspot um Trieben und St. Lorenzen richteten sich am Samstag vermehrt bange Blicke auf die Wetterprognosekarten: Für die nächsten Stunden waren Gewitter und Niederschläge von bis zu 30 Millimeter pro Quadratmeter angekündigt. Inzwischen wurden Teile des Schwarzenbachtals neuerlich evakuiert - 100 Personen fanden Unterschluft bei Verwandten und Bekannten.

Aufgrund eines Gutachtens dreier Geologen, das die Situation als murengefährlich einschätzte, wurden Samstagmittag die Evakuierungen vorgenommen. Für einige der Betroffenen war es bereits zum wiederholten Mal, dass sie ihre Häuser verlassen mussten. Laut Kurt Kalcher, Leiter des Katastrophenschutzreferats des Landes, betrug somit die aktuelle Zahl der Evakuierten im Schwarzenbachtal und in St. Lorenzen 250: "Damit sind wir auf der sicheren Seite. Jetzt müssen wir abwarten."

Nachdem mittlerweile alle Keller ausgepumpt und geräumt werden konnten - "sie sind quasi besenrein" -, befinden sich zwar nach wie vor 400 Einsatzkräfte von Bundesheer und Freiwilligen Feuerwehren in der Region, laut Kalcher sei der Einsatz aber "ein bisserl zurückgenommen worden", um den Leuten nach vielen Stunden schwerer Arbeit eine Regenerationszeit zu gönnen.


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