Emissionen 2010 wieder gestiegen
Die Treibhausgasemissionen sind 2010 in Österreich erstmals seit 2005 wieder gestiegen. Dies geht aus dem Klimaschutzbericht des Umweltbundesamtes hervor.

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Für das Jahr 2011 prognostizieren die Experten aber wieder einen Rückgang.
"Die Treibhausgasemissionen sind eng an das Wirtschaftswachstum gekoppelt, daher ergeben sich diese kurzfristigen Schwankungen", so Jürgen Schneider, Leiter des Bereichs Wirtschaft & Wirkung im Umweltbundesamt.
84,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent
2010 beträgt die österreichische Treibhausgasbilanz 84,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent. Damit lagen die Emissionen unter Einbeziehung der flexiblen Mechanismen und der Bilanz aus Neube- und Entwaldung mehr als sechs Millionen Tonnen über dem jährlichen Durchschnittswert des Kyoto-Ziels.
Für die Erfüllung der Kyoto-Verpflichtungen ergibt sich aus den ersten drei Jahren der Kyoto-Zielperiode 18,1 Millionen Tonnen, die zusätzlich über flexible Instrumente abgegolten werden müssen. Für 2008 bis 2012 rechneten die Experten mit bis zu 30 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent, die durch zusätzliche Zertifikate aus dem Ausland abgedeckt werden müssen.
In den nationalen Zielen aus dem EU-Klima- und Energiepaket bis 2020 ist vorgesehen, in den Bereichen, die nicht dem Emissionshandel unterliegen, die Treibhausgasemissionen um 16 Prozent zu reduzieren. Ausgangsjahr für diese Reduktion ist 2005. Für Österreich ergibt sich ein Zielwert von ca. 47,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent. "Mit dem Klimaschutzgesetz haben die Verantwortlichen aus den Erfahrungen gelernt und einen Rahmen geschaffen, um in allen Sektoren Maßnahmen im Inland effizient und verpflichtend umzusetzen," erläuterte Schneider. "Jetzt ist es Zeit, den nächsten Schritt zu setzen und die Verhandlungen über Sektorziele und Verantwortungen abzuschließen."











