Festnahmen und Panik in Kinos
Nach dem Blutbad bei einer "Batman"-Premiere ist die Furcht vor Nachahmungstätern groß: In den USA wurden drei Menschen wegen Drohungen während oder nach Kinovorstellungen festgenommen. In einem Kinosaal kam es zu einer "Massenhysterie".

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Nach dem Blutbad bei einer Mitternachtspremiere des neuen "Batman"-Films "The Dark Knight Rises" sind in den USA mindestens drei Menschen wegen Drohungen während oder nach Kinovorstellungen festgenommen worden. Dies teilten die Behörden mit. Unterdessen meldete sich die Familie des mutmaßlichen Todesschützen James Holmes zu Wort.
In der Stadt Sierra Vista im US-Staat Arizona gerieten Kinozuschauer während einer Vorstellung des "Batman"-Films wegen eines offenbar unter Alkoholeinfluss stehenden Mannes in Panik. Das Verhalten des 27-Jährigen löste eine "Massenhysterie" aus, rund 50 Menschen flüchteten aus dem Kino, wie das Sheriff-Büro im Bezirk Cochise County mitteilte.
Im US-Staat Maine wurde Polizeiangaben vom Montag zufolge ein Mann festgenommen, der "The Dark Knight Rises" gesehen und einen Tag später damit gedroht hatte, einen ehemaligen Mitarbeiter zu erschießen. Der Verdächtige sei wegen zu schnellen Fahrens angehalten worden, hieß es. In seinem Fahrzeug fanden die Beamten anschließend ein Sturmgewehr, vier Handfeuerwaffen, Munition sowie Zeitungsausschnitte über die Schießerei in Colorado, bei der am Freitag zwölf Menschen getötet wurden.
In Südkalifornien wurde bereits am Sonntag ein Mann während einer Nachmittagsvorstellung des "Batman"-Films in Gewahrsam genommen, nachdem er Augenzeugenberichten zufolge Drohungen geäußert und auf das Blutbad in Colorado verwiesen hatte.
Familie des Attentäters äußert Mitgefühl
Über eine Anwältin äußerte die Familie Holmes' ihr Mitgefühl für die Opfer. Zugleich appellierten die Eltern, der Fall solle vor Gericht und nicht in den Medien entschieden werden. "Die Familie möchte bekräftigen, dass sie mit dem Herzen bei den Opfern und deren Familien ist", sagte die Anwältin Lisa Damiani. Sie fügte hinzu, die Eltern wollten derzeit nicht über die Beziehung zu ihrem Sohn sprechen.
Holmes erschien am Montag erstmals vor Gericht. Der 24-Jährige soll bei einem Überfall auf ein Kino in Aurora (Colorado) zwölf Menschen getötet haben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Todesstrafe verhängt wird.













