Hosi und Minimundus suchen Ticket-Lösung
Fast fieberhaft bemühen sich Minimundus und die Homosexuelle Initiative Salzburg (Hosi) um die Beilegung des Familienticket-Problems für lesbische und schwule Paare mit Kindern. Die Verweigerung des vergünstigten Zugangs hatte in der Vorwoche bundesweit Proteste ausgelöst.

Foto © KLZ/Helmuth WeichselbraunMinimundus-Geschäftsführer Hannes Guggenberger
Minimundus hat Hosi für Donnerstag zum Gespräch geladen. Da wollte Hosi-Vorstandssprecher Johannes Phillip Hinterberger den Besuch auf Dienstag vorverlegen und hatte auch gleich Verhandlungsvorschläge parat. So solle Minimundus statt "Single mit Kind" "Erwachsene mit Kind" schreiben. Das Familienticket solle für "Familien, Lebensgemeinschaften oder Alleinerziehende und deren Kinder und Pflegekinder bis zum 15. Geburtstag sowie für Großeltern gemeinsam mit ihren Enkelkindern" gelten. Die Hosi will auch Vorschläge zu Gleichbehandlung und Diskriminierung unterbreiten. Und die Hosi würde sich freuen, wenn ein Minimundus-Zug eine Woche mit der "Regenbogen-Fahne" der Homosexuellen-Bewegung herumgondeln würde.
Minimundus-Chef Hannes Guggenberger ist auf den Ursprungstermin zurückgekommen, weil am Dienstag Betriebsausflug ist. Bei den Ticket-Vorschlägen will er "wohlwollend prüfen, wieweit das rechtlich und ökonomisch möglich ist". Und der Fahnen-Idee steht er "als möglichem Aktionismus" skeptisch gegenüber. "Aber mich freut, dass die Hosi konstruktiv mitarbeiten will."











