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Zuletzt aktualisiert: 19.07.2012 um 15:01 UhrKommentare

Nach Fährunglück vor Tansania: 38 Tote geborgen

Nach dem Kentern einer Fähre vor der tansanischen Küste am Mittwoch wurden bis jetzt 38 Tote geborgen. Noch mehr als 100 Menschen gelten als vermisst. Ihre Überlebenschancen sind jedoch gering.

Überlebende des Fährenunglücks

Foto © APÜberlebende des Fährenunglücks

Nach dem Fährunglück vor der tansanischen Küste vom Mittwoch sind zunächst 38 Tote geborgen worden. Mehr als 100 Menschen wurden am Donnerstag nach Behördenangaben noch vermisst. Deren Überlebenschancen seien jedoch gering, erklärte die Polizei auf der Insel Sansibar.

Rettungskräfte fanden nach jüngsten Polizeiangaben bisher 38 Leichen, darunter mindestens zwei Europäer. Nach Angaben des Außenministeriums in Wien gab es zunächst keine Hinweise, dass sich Österreicher auf der Fähren befanden. 107 Menschen wurden laut tansanischen Behörden noch vermisst, 145 Menschen wurden lebend geborgen. Nach Angaben der Regierung des Inselarchipels Sansibar befanden sich laut Passagierliste 251 Erwachsene, 30 Kinder und sechs Crew-Mitglieder an Bord der Fähre.

Die "MV Skagit" war am Mittwoch zur Mittagszeit von der tansanischen Stadt Daressalam gestartet und vor der Insel Sansibar gekentert. Die Fähre sei inzwischen vollständig gesunken, sagte Polizeisprecher Mohammed Mhina am Donnerstag. "Die Suchaktion wird fortgesetzt, es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass wir noch Überlebende finden", fügte er hinzu. Das Wetter sei sehr schlecht gewesen. Wegen der hohen Wellen und des starken Windes habe die Suchaktion in der Nacht unterbrochen werden müssen.

Der Präsident von Sansibar, Mohammed Shein, verhängte laut dem staatlichen Fernsehen drei Tage Trauer. Die Unglücksursache war weiter unklar, Fähren sind in der Region aber nicht selten überladen. Mitte September 2011 war eine völlig überladene Fähre auf dem Weg zwischen zwei Inseln von Sansibar gesunken. Für 203 der mehr als 800 Insassen kam jede Hilfe zu spät. Es war das schwerste Schiffsunglück in Tansania seit zehn Jahren.

Quelle: APA

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