UNO startet weltweite Kampagne gegen Kriminalität

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Die UNO-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien hat eine weltweite Kampagne gegen das organisierte Verbrechen gestartet, die im Internet und im Fernsehen verbreitet werden soll. Laut UNODC liegt der geschätzte Umsatz mit illegalen Gütern im Jahr bei rund 870 Milliarden Dollar. Das lukrativste Geschäft sei der Rauschgifthandel mit einem geschätzten Umsatz von 320 Mrd. Dollar.
Die Kampagne soll im Internet und im Fernsehen verbreitet werden. Unter anderem seien Videos in mehreren Sprachen (darunter Deutsch), Poster und eine Reihe von Datenblättern vorbereitet. Damit sollen die Gefahren dargestellt werden, die das organisierte Verbrechen für den Frieden, die Sicherheit und den Wohlstand bedeutet. Auch sollen die finanziellen und sozialen Kosten dieses internationalen Problems veranschaulicht werden. Alle Materialen sind über die Webseite (www.unodc.org/toc) erhältlich.
Das lukrativste Geschäft sei der Rauschgifthandel (Umsatz 320 Milliarden Dollar). Mit gefälschten Markenartikeln würden schätzungsweise etwa 250 Milliarden Dollar gemacht. Sehr besorgniserregend sei auch der Tod von Menschen in Verbindung mit dem organisierten Verbrechen - etwa in der Drogenkriminalität, dem Waffenhandel und dem Menschenschmuggel. Am Menschenhandel werden 32 Milliarden Dollar verdient. Laut der Wiener Behörde werden zudem jährlich 1,5 Millionen Menschen Opfer von Betrügereien mit ihrer Identität.
Die Auswirkungen der organisierten Kriminalität seien auch lokal spürbar, schreibt die UNO-Behörde. Kriminelle Gruppen könnten Länder und ganze Regionen destabilisieren. UNODC-Direktor Juri Fedotow erklärte, das Stoppen dieser internationalen Bedrohung stelle eine der größten weltweiten Herausforderungen dar. Entscheidend für den Erfolg sei die Fähigkeit, das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und Verständnis bei Entscheidungsträgern und Politikern zu wecken.











