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Zuletzt aktualisiert: 07.07.2012 um 20:27 Uhr

Zu schnell: Zwei Männer starben

Unfalltragödie um zwei junge Villacher. Ihr VW-Golf schleuderte in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn und rammte mit der Beifahrerseite einen entgegenkommenden VW-Bus. Helfer sind unter Schock.

Foto © Sobe

Zu schnell in einer 70-Stundenkilometer-Zone: Das sehen gerichtlich beeidete Sachverständige und Verkehrspolizisten als wahrscheinlichste Ursache für einen folgenschweren Unfall Freitag spät am Abend in Villach.

Gegen 22 Uhr war ein Karosseriespengler (19) mit seinem VW-Golf in seiner Heimatstadt auf der Technologieparkstraße Richtung Gewerbezeile unterwegs. Am Beifahrersitz: ein Verkäufer (23), ebenfalls aus Villach. Nach einer Geraden verlor der Spengler in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Auto. Der Golf stellte sich quer und prallte mit der Beifahrerseite frontal gegen die Frontpartie eines entgegenkommenden VW-Busses, gelenkt von einem Villacher (52). Die Unfallfolgen waren erschütternd. Harald Geissler, Kommandant der Hauptfeuerwache: "Die Unfallstelle liegt nur rund 400 Meter von unserem Rüsthaus entfernt. Als wir zeitgleich mit dem Notarztteam des Roten Kreuzes eintrafen, hatten andere Autofahrer die beiden Insassen des Golfs bereits geborgen." Sofort begannen Feuerwehrarzt Florian Ertl und Feuerwehrsanitäter Alexander Scharf gemeinsam mit den Rot-Kreuz-Teams mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Schock für Helfer

"Es wurde alles Menschenmögliche versucht, zwei Leben zu retten. Aber für die beiden gab es keine Hilfe mehr", ist Geissler erschüttert. Viele junge Kameraden in den Reihen seiner Wehr und der FF Perau, die mit insgesamt 35 Mann ausgerückt waren, kannten die beiden Verunglückten. "Die psychische Belastung bei solchen Unfällen ist enorm. Dabei ist es sehr wichtig, das Gesehene und Erlebte nach dem Einsatz entsprechend aufzuarbeiten", so Geissler. Der Lenker und die Beifahrerin im Kleinbus überlebten den Unfall mit leichten Verletzungen. Sie wurden ins LKH Villach eingeliefert.

Die Betreuung der Angehörigen der beiden Todesopfer übernahm das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes. Die Technologieparkstraße gilt nach Einschätzungen der Polizei zwar nicht als ausgesprochene "Raserstrecke", dennoch wird sie immer wieder zum Schauplatz für schwere Unfälle. Als häufigste Ursache wird nicht angepasste Geschwindigkeit ermittelt. Meist von Einheimischen.

PETER KIMESWENGER

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