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    Zuletzt aktualisiert: 05.07.2012 um 10:42 UhrKommentare

    Fluten und Dürren werden immer häufiger

    Hochwasser und Hitze: In vielen Teilen der Welt herrscht derzeit Extremwetter. Durch den Klimawandel treten solche Phasen immer öfter auf.

    Foto © APA

    Der Juni hat in Österreich einen neuen Temperaturrekord markiert, der Juli stellte sich mit schweren Unwettern ein. Seit Wochen scheint das Land abwechselnd von Hitzewellen und Überschwemmungen gebeutelt zu werden. Und es ist nicht nur Österreich, das derzeit mit Wetterextremen zu kämpfen hat.

    Im Osten der USA wüteten am Wochenende so heftige Gewitter, dass 1,8 Millionen Haushalte von der Stromversorgung getrennt wurden. Jetzt regiert die Hitze, die im Westen Waldbrände lodern lässt. In Südostasien dagegen bläst der Monsun derzeit mit besonderer Kraft. Zwei Millionen Menschen mussten in Indien ihre Dörfer verlassen, in Japan reißen Muren ganze Häuser weg.

    Wieder einmal drängt sich die bange Frage auf: Sind es die Auswirkungen des Klimawandels, die die Welt da zu spüren bekommt? Zum Teil vermutlich schon, meinen Meteorologen. Wenngleich sich die Ereignisse natürlich nicht gänzlich der Erderwärmung anlasten lassen. Extreme Wetterverhältnisse hat es immer schon gegeben, auch eine Häufung muss nicht ungewöhnlich sein. Dass es mit den steigenden Temperaturen aber immer öfter dazu kommen wird, steht für Klimaforscher inzwischen außer Streit.

    Der im März erschienene UN-Bericht zu den Risiken des Klimawandels stellt fest, dass es heute im Jahresschnitt weltweit drei Mal so viele Naturkatastrophen gibt als noch in der Zeit vor 1960. Die Schäden sind sogar um das Achtfache gestiegen. "Zum Teil liegt das an der Erderwärmung, zum anderen Teil gibt es heute natürlich auch mehr Menschen und Werte, die vernichtet werden können", sagt der Wiener Ökonom Reinhard Mechler, einer der Leitautoren des knapp 600 Seiten starken Berichts.

    Bislang sind die globalen Durchschnittstemperaturen erst um 0,8 Grad Celsius angestiegen. Die Hitzewellen in mehreren Teilen der Welt passen für den Experten trotzdem ins Bild. "Dass sich solche Phasen häufen, wissen wir. Und je mehr Hitzewellen es gibt, desto mehr Starkniederschläge sind auch zu erwarten." Diese werden nach UN-Prognose sowohl in Europa als auch in Afrika zunehmen. Niederschläge, wie es sie bis 1990 im Schnitt nur alle 20 Jahre gab, dürften bis 2050 bereits alle vier Jahre und bis 2100 sogar alle zwei Jahre auftreten, sagt Mechler.

    Wo sich das wie exakt äußern wird, können die Experten nicht vorhersagen, weshalb es auch unmöglich ist, ein einzelnes Extremereignis direkt auf die Erderwärmung zurückzuführen. Die Jahrhundertflut in Australien im Jänner des Vorjahres dürfte aber ebenso wie die äthiopische Dürre im vergangenen Sommer mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem Klimawandel zusammenhängen.

    Kein rascherer Wechsel

    Im Alpenraum ist es in den vergangenen Jahrzehnten übrigens schneller wärmer geworden als in anderen Teilen der Welt. Rund 1,8 Grad beträgt hier der Temperaturanstieg. Die häufig geäußerte Beobachtung, wonach sich heißes und kaltes Wetter deshalb rascher abwechseln, stimmt laut einer aktuellen Studie der Zentralanstalt für Meteorologie allerdings nicht. Demnach wird es zwar wärmer - doch Trockenperioden und Starkniederschläge folgen in Österreich bislang nicht dichter aufeinander als früher.


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