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Zuletzt aktualisiert: 28.06.2012 um 18:41 UhrKommentare

Sohn plauderte über Ersparnisse der Mutter

Im Fall des vergangene Woche verübten Doppelmordes an zwei Frauen in Wien-Meidling sind Mittwochabend zwei Festnahmen erfolgt. Auf die Spur der Männer kam die Polizei durch die DNA-Analyse einer Zigarette in der Nähe des Tatorts.

Foto © APA

Nach dem Doppelmord an einer Pensionistin und ihrer Pflegerin in Wien-Meidling vor einer Woche sind Mittwochabend zwei Verdächtige festgenommen worden. Auf die Spur der Männer kam die Polizei durch die DNA-Analyse einer Zigarette, die in der Nähe des Tatorts weggeworfen wurde, berichteten mehrere Medien. Dass die Pensionistin viel Geld daheim hatte, dürfte ihr Sohn in einem Lokal auf der Wienerbergstraße ausgeplaudert haben. Dabei handelt es sich um jenes Lokal, in dem auch die Verdächtigen verkehrten und wo sie festgenommen wurden.

Dem Verbrechen waren am 22. Juni in einer Wohnung in der Böckhgasse die 89 Jahre alte Frau und ihre 54-jährige Heimhelferin zum Opfer gefallen. Die nun festgenommenen Verdächtigen - Andreas B. (46) und Martin S. (35) - bestreiten, etwas mit der Tat zu tun zu haben. Der 46-jährige "kann definitiv mit dem Tatort in Verbindung gebracht werden", sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger am Donnerstag. Gegen den Mann liege der DNA-Beweis vor. Sowohl bei Andreas B. als auch bei Martin S. stellte die Polizei zudem leichte Verletzungen, vor allem Kratzspuren fest.

Die Festnahme des Älteren sei am späten Mittwochnachmittag in dem Lokal in der Wienerbergstraße durch die Sondereinheit WEGA erfolgt, jene des 35-Jährigen am frühen Abend ebenfalls in Meidling durch das Landeskriminalamt Wien. "Einer der beiden Verdächtigen ist vorbestraft", bestätigte Keiblinger im Gespräch mit der APA, dabei dürfte es sich um den 46-Jährigen handeln.

Der 35 Jahre alte Martin S. habe ausgesagt, den Tag der Tat mit B. verbracht zu haben, nicht allerdings während der Zeit, in der das Verbrechen verübt wurde. Die Leichen der beiden Frauen waren am frühen Nachmittag des Freitags vergangener Woche von der Feuerwehr entdeckt worden, die wegen eines Wohnungsbrandes gerufen worden war. In der Kleinwohnung in der Böckhgasse waren zwei Brandherde gefunden worden. Die Toten wiesen multiple Stichverletzungen auf, die Täter hatten vermutlich Bargeld geraubt.

Keine Tatwaffe sichergestellt

Bis jetzt wurde noch keine Tatwaffe sichergestellt. Der genaue Tatablauf und der Verbleib des geraubten Geldes seien noch ungeklärt. Andreas B. habe die Tat vorläufig weder bestritten noch zugegeben, sagte Polizeisprecher Keiblinger, "er setzt offenbar auf Abwarten." Die Einvernahmen der in Haft befindlichen Beschuldigten wurden Donnerstagabend fortgesetzt. Marcus Januschke, der Rechtsanwalt von Andreas B., gab gegenüber der APA an, dass sich sein Mandant die Vorwürfe seitens der Polizei nicht erklären könne. Am Freitagnachmittag wird B. laut seinen Angaben in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert.

Quelle: APA

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