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Zuletzt aktualisiert: 25.06.2012 um 14:03 UhrKommentare

Rund 300 Tote in Österreichs Bergen im Jahr

Foto © APA

In Österreichs Bergen sterben im Jahr durchschnittlich 300 Menschen - im Vergleich zu 550 Verkehrstoten eine relativ hohe Zahl, wurde beim "Alpingipfel" am Montag in Puchberg am Schneeberg festgehalten. Sensibilisierung für und Information über die Gefahren von alpinen Outdoor-Sportarten ist das gemeinsame Ziel von Alpinpolizei, Bergrettung, Innenministerium und Kuratorium für alpine Sicherheit.

Im alpinen Gelände ereigneten sich im Zeitraum von 1. November 2010 bis 31. Oktober 2011 insgesamt 8.287 polizeilich bekanntgewordene Unfälle. Davon endeten 304 tödlich. Das ist der höchste Wert seit Beginn der statistischen Erfassung vor mehr als 20 Jahren. Aufgrund des geringeren Unfallaufkommens in diesem Winter sind die Zahlen im laufenden Jahr rückläufig, u.a. sank die Zahl der Kollisionen auf Skipisten.

Die meisten tödlichen Unfälle passieren mit über 30 Prozent beim Wandern, Hauptursachen sind auf interne Notfälle, Stolpern und Stürzen zurückzuführen - 90 Prozent der Opfer sind Männer, sagte Kuratoriumsvorsitzender Karl Gabl. Er betonte die Eigenverantwortung der Menschen, sprach sich aber zugleich gegen jede Kriminalisierung des Alpinsports aus.

Mangelnde Bergausstattung sei - im Gegensatz zu oft noch fehlender Lawinenausrüstung - heutzutage kein Thema mehr, war man sich laut Gabl einig. Einer der wichtigsten Faktoren ist allerdings das Wetter. Im Durchschnitt 400 Menschen pro Jahr verirren sich im alpinen Gelände oder werden als abgängig gemeldet, was große, oft hubschrauberunterstützte Suchaktionen auslöst.

Im Alpinsport würden besondere Emotionen ausgelöst. Robert Weiss, Vizepräsident des österreichischen Bergrettungsdienstes, verwies darauf, dass das Outdoor-Geschäft boome und es die Menschen verstärkt in die Berge ziehe, der Großglockner etwa sei unter Bergsteigern in ganz Europa bekannt.

Quelle: APA

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