Fall Laura: Eltern verlangen 80.000 Euro vom Spital
Im Fall der kleinen Laura, die vergangene Woche bei einer Zahn-OP am Grazer LKH gestorben war, kommt es zu einem juristischen Nachspiel. Wiener Top-Anwalt bot Eltern seine Hilfe an.

Foto © Jürgen Fuchs
Nach dem Tod eines vierjährigen Mädchens bei einer Zahn-Operation im LKH-Univ. Klinikum Graz vor etwas mehr als einer Woche fordert der Anwalt der Familie 80.000 Euro Trauergeld, wie Medien am Wochenende berichteten. Die Vierjährige, die in Narkose einen Lungenkrampf erlitten hatte und an Hirntod starb, wurde am vergangenen Samstag im Kreise der Familie begraben.
Die Familie des toten Mädchens spricht von Schlamperei während der Operation, während man in Krankenhaus bei einer internen Untersuchung keine Fehler feststellen konnte. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft bzw. das Landeskriminalamt und beauftragte Gutachter. Die Rechtsvertretung der Familie hat der Wiener Anwalt Alfred Boran übernommen. "Selbst wenn andere Fehler nicht nachgewiesen werden können, bleibt zumindest der Aufklärungsmangel betreffend der Narkose", wird Boran zitiert. Wie sich im Gespräch mit der Mutter herausgestellt habe, soll sie vonseiten des Spitals nicht über Risiken aufgeklärt worden sein.
Boran verlangt außergerichtlich 80.000 Euro Trauergeld - je 20.000 für Eltern und Großeltern - für den erlittenen Verlust unbesehen der strafrechtlichen Komponente. Seitens des LKH-Univ.Klinikum habe es dazu am Montag keine Stellungnahme: Man verwies auf die laufenden Ermittlungen.











