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    Zuletzt aktualisiert: 20.06.2012 um 19:56 Uhr

    Obduktion ergab: Die kleine Laura erlitt Hirntod

    Die dreijährige Laura hat einen Hirntod erlitten. Das ergab die Obduktion. Wie berichtet, war das Kind nach einer Zahnbehandlung im LKH nicht mehr aus der Narkose erwacht.

    Das Mädchen verstarb in der Grazer Kinderklinik

    Foto © FuchsDas Mädchen verstarb in der Grazer Kinderklinik

    Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des Landeskriminalamtes laufen auf Hochtouren, denn auch nach der Obduktion am Mittwoch steht noch nicht fest, ob ein Fehlverhalten der Ärzte zum Tod der kleinen Laura geführt habe. "Weitere Untersuchungen sind noch notwendig", so STA-Sprecher Hansjörg Bacher. "Es müssen noch Zeugen und Ärzte vernommen werden."

    Gerichtsmedizinerin Regina Gatternig stellte fest, dass das kleine Mädchen einen Hirntod erlitten hatte. Auf weitere Details legte sich die Expertin nicht fest. Bacher: "Von der Leiche wurden Proben genommen, die noch untersucht werden. Inwieweit ein Lungenkrampf eine Rolle gespielt hat, wissen wir noch nicht." Bis ein Ergebnis der toxikologischen- und histologischen Untersuchungen vorliegt, dürften noch Wochen vergehen.

    Gernot Brunner, ärztlicher Direktor des LKH Graz, will das Obduktionsergebnis nicht kommentieren. "Es ist ein schwebendes Verfahren, deshalb kann ich dazu nichts sagen." Auf eines weist er aber hin: Bei einer internen Untersuchung habe man kein Fehlverhalten der Ärzte feststellen können.

    Jener Anästhesist, der bei der Operation anwesend war, sei einer der erfahrensten und bekanntesten Kinderanästhesisten Österreichs. Das Verrutschen des Luftschlauches während des Eingriffs habe keine Rolle gespielt. Die Komplikationen seien durch einen Lungenkrampf aufgetreten.

    Die Familie des verstorbenen Kindes sieht das anders und will rechtliche Schritte einleiten. "Wir haben bereits einen Rechtsanwalt genommen", erklärt Michael Raidl, der Vater von Laura.

    Gernot Brunner bedauert den tragischen Todesfall und bietet seine Hilfe an. "Wir würden die Familie gerne unterstützen." Der Schmerz, die Verzweiflung und auch die Wut der Angehörigen seien verständlich, die Vorwürfe aber nicht gerechtfertigt. Man habe mit den Angehörigen von Anfang an offene, transparente und empathische Gespräche geführt, so der ärztliche Klinikchef.

    Lauras Leiche wurde von der Staatsanwaltschaft zur Beerdigung freigegeben.

    HANS BREITEGGER

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