Extremtaucher Herbert Nitsch in deutscher Klinik

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Der Wiener Extremtaucher Herbert Nitsch, der Anfang Juni nach einem Weltrekordversuch vor der griechischen Insel Santorin in der Intensivstation des Athener Marinespitals gelandet war, befindet sich nun in einer deutschen Rehabilitationsklinik. Das berichteten die Tageszeitung "Österreich" und der Apnoe-Taucher selbst auf seiner Homepage.
Er mache jeden Tag gute Fortschritte. In der deutschen Klinik werden auch weitere Tests durchgeführt, um herauszufinden, was in einer Tiefe von mehr als 240 Metern eigentlich geschah. Die bisherigen Tests deuten laut der Homepage von Nitsch daraufhin, dass der Extremtaucher Symptome einer Luftembolie gezeigt habe.
Der Österreicher hatte in Santorin die geplante Tiefe erreicht - ohne Sauerstoff. Auch der Aufstieg klappte wie geplant, seine Helfer assistierten bei den letzten zehn Metern. An der Oberfläche war er bei Bewusstsein und ansprechbar, fühlte sich jedoch schwach. Während der anschließenden Dekompressionsphase in sechs bis neun Metern Tiefe konnte Nitsch zwar den Sauerstoff atmen, war jedoch desorientiert. Daher setzte das Team den Notfallplan in Gang: Der Wiener wurde mit einem Schnellboot unter medizinischer Aufsicht in den nächsten Hafen, von dort zum Airport und per Flugzeug nach Athen gebracht, wo mit der Behandlung in der Druckkammer begonnen wurde.
Unterdessen wurde auch bekannt, dass Nitsch sogar tiefer kam als geplant. Er wollte eine Tiefe von 800 Fuß (244 m) erreichen. Nach Auswertung der Instrumente sei er aber sogar in 820 Fuß Tiefe (250 m) gewesen. Dennoch bleibt sein Rekord aus dem Jahr 2007 mit 214 Metern in den Geschichtsbüchern. Die Association Internationale pour le Developpement de l'Apnee (AIDA) kündigte bereits im Vorfeld an, den neuen Rekord nicht zu akzeptieren, weil Nitsch nach längeren Verhandlungen auf die Anwesenheit von AIDA-Schiedsrichtern verzichtet habe.











