Lastwagen stürzte ab: Lenker tot
Ein 38 Tonnen schwerer Sattelschlepper kam am Montag auf der A 2 zwischen Sankt Andrä und Griffen von der Fahrbahn ab und stürzte von der Granitztal-Brücke. Der Familienvater hatte keine Chance.

Foto © Daniela GrössingDer tonnenschwer beladene Anhänger des Sattelschleppers hat die Fahrerkabine in einem Waldstück unter sich begraben
Laut Augenzeugen dürfte ein Reifenplatzer der Auslöser für den tödlichen Unfall am Montag auf der Südautobahn (A 2) zwischen Sankt Andrä und Griffen gewesen sein. Die Sattelzugmaschine aus dem Raum Graz-Umgebung kam am späten Vormittag nach dem Donnersbergtunnel in Fahrtrichtung Italien ins Schleudern - und stürzte auf der Autobahnbrücke beim Talübergang Granitztal bei Sankt Paul über die Mittelleitschiene 15 Meter ab.
Zunächst blieb der Lkw noch im Brückengeländer hängen, doch trotz Sicherungsversuchen der Feuerwehr stürzte der Sattelschlepper in ein Waldstück ab. Der mit Papierrollen beladene Anhänger des 38 Tonnen schweren Gefährtes begrub die Fahrerkabine unter sich, der Notarzt konnte nur noch den Tod des 41-jährigen Werner G., einem Familienvater aus dem Bezirk Feldbach, feststellen.
Im Bereich der Gönitz Straße, die unter der Autobahn verläuft, haben sich die Helfer den Weg zum Wrack gebahnt, im unwegsamen Gelände mussten Bäume gefällt werden. Während der mehrstündigen Bergungsarbeiten herrschte unterhalb der Autobahn Lebensgefahr. Immerhin haben sich einige Papierrollen vom Ladegut mit je 800 Kilo selbstständig gemacht, durchschlugen Leitschienen und rollten talwärts über Wälder und Straßen, ehe sie zum Stillstand kamen. Verletzt wurde dabei niemand.
Schwierige Bergung
Bis der Lkw-Lenker geborgen werden konnte, dauerte es über zwei Stunden. "Die Bergearbeiten waren relativ schwierig, weil das Führerhaus gänzlich unter dem Lkw-Zug begraben war und es aufwendig war, den Anhänger hochzuheben, damit der Notarzt zum Kraftfahrer vordringen konnte", schildert Einsatzleiter Hans Peter Mailänder.
Neben Polizei und Rettung waren auch 50 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Granitztal, aus Sankt Paul, Griffen, Sankt Andrä und Wolfsberg im Einsatz. In der Umgebung des Wracks roch es stark nach Diesel, da der Treibstoffbehälter des Sattelschleppers beschädigt war. Einige hundert Liter Diesel sind ausgeflossen.
Die Autobahn war in Fahrtrichtung Italien bis in die frühen Abendstunden für den Verkehr gesperrt. Das Wrack konnte zwar gegen 17 Uhr in Teilen vom Wald auf die A 2 gezogen und abtransportiert werden, doch erst danach konnte mit den Reparaturarbeiten an der Leitschiene begonnen werden.












