Schnellzug in der Obersteiermark entgleist
Ein Schnellzug der ÖBB ist am Sonntagabend in der Obersteiermark in eine Mure gefahren und entgleist. Zwei Waggons und der Steuerwagen sprangen nach Angaben eines Sprechers aus den Schienen. Mehrere Passagiere wurden verletzt. Die Strecke über den Schoberpass musste gesperrt werden.
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Ein heftiges Gewitter mit starkem Regen ging am Sonntagabend in der Obersteiermark nieder. Nahe Dietmannsdorf bei Trieben löste sich deshalb eine Mure und verschüttete nicht nur die Landesstraße auf die Kaiserau, sondern auch die Bahnlinie der ÖBB. Im selben Moment fuhr der Schnellzug 611 von Salzburg nach Graz in den Bereich ein. Laut Landeswarnzentrale schwamm die Zuggarnitur auf die Mure auf - die Lok und die ersten fünf Waggons sprangen aus den Gleisen, kippten aber nicht um.
Etwa 200 Passagiere befanden sich im Zug. Laut Angaben des Roten Kreuzes wurden elf Personen leicht- bis mittelschwer verletzt, zehn davon wurden in die Krankenhäuser Rottenmann und Kalwang eingeliefert. Sanitäter des Roten Kreuzes, das mit einem Großaufgebot an Rettungskräften vor Ort war, arbeitete sich Abteil für Abteil durch, um die Passagiere nach etwaigen Verletzungen zu sichten. "Die meisten dürften aber nur erschrocken oder schockiert sein", hieß es von der Einsatzleitung am Abend. Die unverletzt geblieben Fahrgäste wurden evakuiert und mit Bussen weitertransportiert. Die Berge- und Aufräumarbeiten gestalteten sich aber sehr schwierig, da die Unglücksstelle in einem schwer zugänglichen Bereich liegt.
Die Bahnstrecke zwischen Selzthal und Trieben ist gesperrt, am Sonntag war nicht absehbar, wie lange die Sperre noch aufrecht bleiben wird. Der Schaden an den Gleisen und der Oberleitung dürfte enorm sein. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet, laut ÖBB muss man auch am Montag mit längeren Verzögerungen im Bahnreiseverkehr rechnen.













