Kinderpornos auf PC: Religionslehrer suspendiert
Ein Religionslehrer in Salzburg ist vorläufig vom Dienst suspendiert worden, weil er kinderpornografisches Material auf seinen privaten PC heruntergeladen hatte. Eine endgültige Klärung des Falls steht noch aus.

Foto © Christian PenzSujetbild
Der Fall liegt bereits mindestens zwei Jahre zurück, eine endgültige Entscheidung, ob er wieder unterrichten darf, gibt es aber noch nicht, weil in dieser Angelegenheit der Vatikan entscheiden muss, bestätigte Landesschulratspräsident Herbert Gimpl am Samstag der APA einen Bericht von ORF Radio Salzburg.
Im Jahr 2009 oder 2010 sei der Landesschulrat als Dienstgeber von der Polizei verständigt worden, dass man im Zuge einer Aktion gegen Kinderpornografie auf den PC des Lehrers gestoßen sei. Die genauen Vorwürfe sind Gimpl nicht bekannt. An der Schule selbst habe es aber nie Indizien dafür gegeben. Der Pädagoge wurde suspendiert und der Erzbischof habe ihm die Missio canonica - die Lehrbeauftragung der katholischen Kirche - entzogen.
Dagegen hat der Lehrer aber Berufung eingelegt, "und die soll unseres Wissens nach noch im Vatikan liegen", sagte der Präsident. Sollte Rom den Entzug der Lehrberechtigung bestätigen, dürfe der Pädagoge nicht mehr unterrichten, weil er ausschließlich in Religion geprüft sei. Daher würde dies wohl eine Kündigung des Dienstverhältnisses nach sich ziehen. Sollte dem Mann die Missio aber wieder erteilt werden, sei es noch offen, wie der Landesschulrat weiter vorgehe. Denn an der Schule und im Unterricht selbst sei es ja zu keinem Fehlverhalten gekommen, so Gimpl.








