Schönbrunner Bartgeier-Dame wird Französin

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Auf eine junge Bartgeier-Dame aus dem Wiener Tiergarten Schönbrunn wartet ein Leben in Freiheit. Am Montag ist das drei Monate alte Vogelweibchen zu einer Reise aufgebrochen, an deren Ende die Auswilderung in den französischen Alpen steht. Zuvor muss es noch einen "Friseurtermin" absolvieren: Um das Tier weiter beobachten zu können, werden einige Federn eingefärbt, berichtete der Zoo am Dienstag.
"Der Bartgeier, der größte heimische Greifvogel, war im Freiland bereits ausgestorben. Seit 1986 gibt es aber ein erfolgreiches Wiederansiedlungsprogramm, an dem sich auch der Tiergarten beteiligt", sagte Harald Schwammer, zoologischer Abteilungsleiter in Schönbrunn. "Dank der Freilassung von Tieren aus Zoos und Zuchtstationen leben im Alpenraum mittlerweile wieder rund 200 Bartgeier. In diesem Jahr sind im Freiland sogar 15 Küken geschlüpft", erläuterte Hans Frey, der wissenschaftliche Leiter des Projekts. An dem Wiederansiedlungsprogramm sind Österreich, Frankreich und die Schweiz beteiligt.
Das Jungtier stammt ursprünglich aus der Greifvogelstation Haringsee in Niederösterreich. Seine Eltern nahmen es nicht an, daher wurde es vom Schönbrunner Bartgeier-Pärchen aufgezogen.
Mit einer Flügelspannweite von fast drei Metern wirken die orange-schwarzen Vögel besonders mächtig. Sie waren in den Bergen oft bei toten Schafen anzutreffen. Die harmlosen Aas- und Knochenfresser wurden deswegen im 19. Jahrhundert fälschlicherweise für Kinderräuber und Lämmerdiebe gehalten und ausgerottet.











