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Zuletzt aktualisiert: 09.06.2012 um 21:54 Uhr

Opfer des Hubschrauber-Absturzes identifiziert

Bei den vier Insassen handelt es sich laut Polizei um zwei Männer und zwei Frauen aus dem Raum Lauf/Pegnitz in Bayern. Die Ermittlungen zur Flugunfallursache dauern an, derzeit werden die Wrackteile geborgen.

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Foto © APASujet

Einen Tag nach dem Absturz eines in Salzburg gemeldeten zivilen Hubschraubers mit vier Toten in Bayern ist heute, Sonntag, die Ursache des Unglücks noch nicht bekannt. Die Opfer - zwei Männer und zwei Frauen - kommen aus der nordbayrischen Region Franken. Laut der Augsburger Betreiberfirma war der Helikopter vom Typ Robinson R44 erst "um die vier Jahre alt". Der Hubschrauber sei "ständig gewartet" worden. Vermutlich hätten die schlechten Sichtbedingungen zu dem Absturz geführt, sagte ein Manager des Unternehmens am Sonntag zur APA.

Die Todesopfer wurden am Sonntag identifiziert. Bei den vier Insassen handelt es sich laut Polizei um den 26-jährigen Piloten sowie einen 29-jährigen Mann und zwei Frauen im Alter von 22 und 25 Jahren. Sie stammen alle aus dem Raum Lauf/Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land/Bayern). Am Sonntagvormittag wurde mit der Bergung der Wrackteile begonnen. "Die Ermittlungen zur Flugunfallursache werden noch längere Zeit in Anspruch nehmen", teilte die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd mit.

Wie die polizeilichen Erhebungen ergaben, war der 26-jährige Pilot am Samstagnachmittag, kurz nach 15.00 Uhr, am Flughafen Worms/Rhein mit dem Hubschrauber mit dem österreichischen Kennzeichen OE-XKS zu einem Überführungsflug nach Salzburg gestartet. Bei einem Tankstopp am Flughafen in Augsburg stiegen dann die drei Passagiere in das für vier Personen zugelassene Fluggerät ein. Warum der 26-Jährige die Passagiere mitnahm, war vorerst nicht bekannt.

Um 16.10 Uhr startete der Hubschrauber mit Flugziel Salzburg. Gegen 17.15 Uhr stürzte die Maschine bei Teisendorf in ein Waldgebiet nahe der Autobahn München-Salzburg (A8). Der Hubschrauber ist am Boden in Flammen aufgegangen. Die Absturzstelle liegt etwa 30 Kilometer von der Salzburger Grenze entfernt.

Anrainer, darunter ein Einsatzleiter der Reichenhaller Bergwacht, hörten einen lauten Knall. Sie eilten zum Unfallort, um Erste Hilfe zu leisten, und setzten einen Notruf ab. Zahlreiche Einsatzkräfte und ein Rettungshubschrauber eilten herbei. Doch für alle vier Insassen kam jede Hilfe zu spät.

Über die Ursache des Absturzes konnte vorerst nur spekuliert werden. "Was wir derzeit wissen ist, dass die Wolken ziemlich tief lagen und die Sichtbedingungen schlecht waren", erklärte Dieter Bezold vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd. Gegenstand der Untersuchung werde auch das Gespräch des Piloten kurz vor dem Absturz mit dem Tower des Flughafens Salzburg sein, auch die aufgezeichneten Flugbewegungen werden überprüft, sagte Bezold. Der Pilot hatte dem Personal des Towers angekündigt, dass er wahrscheinlich eine Notlandung vornehmen müsse. "Dann ist der Funkkontakt abgebrochen, der Hubschrauber ist vom Radarschirm verschwunden", erklärte Markus Pohanka, Sprecher von Austro Control, am Samstag im Gespräch mit der APA.

Die Trümer lagen auf einer Fläche von 200 Quadratmetern verstreut. Es gab Hinweise, nach denen der Pilot durch plötzlich auftretenden Nebel beziehungsweise wegen der dichten Wolken die Orientierung verloren hatte. Der Hubschrauber war in etwa 15 bis 20 Metern Höhe gegen mehrere Nadelbäume geflogen. Zahllose Äste lagen am Boden, dazu tausende Trümmerteile. Ein Rotorteil hing noch in den Bäumen. Eine sogenannte Blackbox hatte der Hubschrauber nicht an Bord.

Der Pilot habe den Hubschrauber gechartert, teilte die Betreiberfirma, die Heli Aviation GmbH mit Sitz in Augsburg, der APA mit. Das Unternehmen führt eine Flugschule und einen Hubschrauber-Verleih, eine Niederlassung befindet sich in Salzburg. Christian Stichlmair, Servicemanager der Heli Aviation GmbH, erklärte gegenüber der APA, dass der Hubschrauber "ziemlich neu, so um die vier Jahre alt" gewesen und ständig gewartet worden sei. Vermutlich hätten die schlechten Sichtbedingungen zu dem Absturz geführt, aber das müsse die amtliche Fluguntersuchung nun klären, sagte Stichlmair.


Foto

Foto © APA

Bild vergrößernWrackteile des Hubschraubers haben sich in einem Baum verfangenFoto © APA

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