Triest: Verdächtiger bestreitet Angriff auf Villacherin
Nachdem im Fall der verletzten Villacherin in Triest ein Mann verhaftet worden war, bestreitet dieser nun die Tat. Der Inder kam aufgrund einer Personenbeschreibung des Opfers ins Visier der Polizei.

Foto © KLZ/Peutz
Während auf der Intensivstation des LKH Villach eine 44-jährige Angestellte den Weg der kleinen Schritte im Genesungsverlauf geht, hatte gestern ein 28-jähriger Inder im Justizpalast von Triest einen Termin bei der ermittelnden Staatsanwältin. Um die 48-Stunden-Anhaltefirst zu nutzen, nahm die ermittelnde Staatsanwältin den Gelegenheitsgärtner stundenlang ins Verhör. Wie ausführlich berichtet, wurde der Mann am Mittwoch unter dem Verdacht des Mordversuches verhaftet.
In penibler Kleinarbeit hatten Kriminalisten des Triester Stadtpolizeikommandos eine Kette von Indizien zusammengetragen. Diese soll beweisen, dass der 28-Jährige vor 14 Tagen auf dem "Panoramaweg der Fischer" im Stadtteil Sisteana die 44-jährige Villacher Joggerin von hinten angefallen und am Hals lebensgefährlich verletzt habe. Von der Bewertung der Ermittlungsergebnisse durch die Anklagebehörde hängt ab, ob gegen den Inder Untersuchungshaft verhängt wird.
Der Mann will mit dem Verbrechen nichts zu tun haben. Zeugen hatten den Gelegenheitsgärtner unmittelbar nach der Tat in der Nähe des Tatortes gesehen und der Polizei erste wertvolle Tipps gegeben.
Über das Motiv der Attacke, die mit einem Messer oder einer Drahtschlinge ausgeführt wurde, herrscht völlige Unklarheit. Fest steht, dass sich Täter und Opfer nicht gekannt haben. In Umfeldermittlungen in Kärnten sind auch Beamte der Gruppe "Gewalt" im Landeskriminalamt eingebunden.










