Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 23. Oktober 2014 00:37 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Anschlag auf Regierungsviertel Bankräuber floh in Wien mit Fahrrad - Festnahme Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Anschlag auf Regierungsviertel Bankräuber floh in Wien mit Fahrrad - Festnahme
    Zuletzt aktualisiert: 24.05.2012 um 05:10 UhrKommentare

    Parkzettel-Affäre: Storno-Auftrag vom Chef

    In der Klagenfurter Parkzettel-Affäre ließ Vizebürgermeister Albert Gunzer (FPK) per Mail Strafmandate stornieren. Involvierte Polizisten werden einvernommen.

    Vizebürgermeister Albert Gunzer (FPK)

    Foto © KLZ/TraussnigVizebürgermeister Albert Gunzer (FPK)

    "Stornierungen von Strafmandaten hat es nur in Härtefällen gegeben", sagte Klagenfurts Vizebürgermeister Albert Gunzer (FPK) im Februar 2011. Damals wurde bekannt, dass bis zu 1000 Strafmandate zurückgenommen worden sind. Außerdem habe es seit April 2009, dem Amtsantritt der FPK-SPÖ-Stadtregierung, keine politische Intervention für eine Stornierung eines ausgestellten Strafmandats gegeben, so Gunzer damals.

    Eine Mail aus dem Büro des Vizebürgermeisters widerlegt diese Aussagen (siehe Faksimile): Am Freitag, den 22. Jänner 2010 um 14.05 Uhr, "ersucht" eine Mitarbeiterin Gunzers in seinem Auftrag schriftlich bei der Group 4 Security (G4S) drei Organstrafverfügungen zu stornieren. Diese waren aber keine "Altlasten" aus der Zeit vor seiner Zuständigkeit, wie Gunzer sonst betont, sondern brandaktuell. Die Parksünder wurden erst wenige Tage vor der Storno-Mail, am 15. Mai und am 19. Jänner, ertappt. Ungewöhnlich in der Mail ist die Bezugnahme auf eine "Besprechung bei Herrn Bürgermeister Scheider" am Tag zuvor. "Diese Mail ist mir nicht bekannt", so Bürgermeister Christian Scheider (FPK). Er habe im Jänner 2010 auch nicht an der in der Mail angeführten Besprechung teilgenommen.

    Am Mittwoch, den 27. Jänner 2010 um 11.39 Uhr, fünf Tage nachdem bei der G4S um die Stornierungen "ersucht" wurde, kam von dort die Antwort - mit einem Vermerk. Laut zuständigem Abteilungsleiter sei eine "sachliche Begründung" für die Rücknahme der Strafen gegeben. Die drei Strafmandate wanderten auf die "Stornoliste".

    Diese umfasst fast 1000 Strafmandate und ist die wichtigste Quelle für die Ermittlungen des Bundesamtes zur Korruptionsbekämpfung. Die Korruptionsjäger haben am Mittwoch mit den Einvernahmen jener 100 Polizisten begonnen, die gegen Strafmandate erfolgreich interveniert haben.

    JOCHEN HABICH

    Audio

    Antenne Albert Gunzer: "Es hat Härtefälle gegeben"

    Audio

    Antenne Gunzer über Mails an die Group 4

    Mehr Chronik

    Mehr aus dem Web

      Steiermark > Graz

      Regenschauer
      Graz
      min: 5° | max: 11°
      7-Tagesprognose

      Aktuelle Leser-Fotos

      KLEINE.tv

      Liebenfels: Forstschäden durch Orkan "Gonzales"

      Der Orkan "Gonzales" fegte über Kärnten und richtete zahlreiche Schäden ...Bewertet mit 5 Sternen

       

      Fotoserien

      Kanada: Schüsse im Parlament 

      Kanada: Schüsse im Parlament

       


      Events & Tickets

      Die Stehaufmandln Tipp

      Die Stehaufmandln

      06.11.14 Liezen


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!