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    Zuletzt aktualisiert: 15.05.2012 um 13:36 UhrKommentare

    "Wir saugen den Planeten aus"

    Es dauert eineinhalb Jahre, damit die Erde die natürlichen Ressourcen ersetzen kann, die wir in einem Jahr als Menschheit konsumieren: Wir brauchen derzeit einen halben Planeten mehr als wir überhaupt zur Verfügung haben.

    Der Mensch macht die Erde immer kränker und Wälder weichen Anbauflächen

    Foto © ReutersDer Mensch macht die Erde immer kränker und Wälder weichen Anbauflächen

    Die Erde wird immer kränker. Das ist das traurige Fazit des globalen Umweltberichts "Living Planet Report" des WWF, den der niederländische Astronaut Andre Kuipers in der internationalen Raumstation ISS aus 400.000 Metern Höhe präsentierte. Demnach ist unser Planet in noch größerer Gefahr als bisher angenommen.

    Es dauert eineinhalb Jahre, damit unsere Erde die natürlichen Ressourcen ersetzen kann, die wir in einem Jahr als Menschheit konsumieren. Soll heißen: Wir brauchen derzeit einen halben Planeten mehr als wir zur Verfügung haben. Laut WWF werden wir bis 2030 voraussichtlich zwei Planeten für unseren Konsum benötigen, 2050 bereits fast drei.

    Weiteres erschütterndes Ergebnis: Seit 1970 ist die weltweite Artenvielfalt um 30 Prozent zurückgegangen, in tropischen Regionen sogar um 60 Prozent. Besonders schlimm ist der Verlust in den tropischen Flüssen, wo fast drei Viertel der Arten verschwunden sind. Auch die Wälder schrumpfen kontinuierlich: Wie der WWF-Report erhob, gehen jährlich 130.000 Quadratkilometer Waldflächen durch die Umwandlung in Weide- und Anbauflächen verloren. Das entspricht etwa der 1,5-fachen Fläche Österreichs.

    Lage dramatisch

    Die Reaktion der Umweltschützer war dementsprechend heftig, aber nicht ohne Hoffnung: "Die Lage der Welt ist dramatisch. Doch wir können es schaffen, dass auch im Jahr 2050 neun Milliarden Menschen genügend Nahrung, Energie und Wasser haben, um gut zu leben. Um dies zu erreichen, müssen wir vieles in unserer Lebensweise und in unserem Wirtschaftssystem ändern", sagte Georg Scattolin vom WWF Österreich.

    Ökologischer Fußabdruck

    Ein probates Mittel, um den "Verbrauch" der Erde zu messen, ist der ökologische Fußabdruck. Er veranschaulicht Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit unseres Lebensstils. Dabei wird der Verbrauch des Menschen in Fläche umgerechnet. Der ökologische Fußabdruck der Menschheit beträgt mittlerweile 18 Milliarden globale Hektar oder 2,7 Hektar pro Person. Die Kapazität des Planeten beträgt aber nur zwölf Milliarden Hektar oder 1,8 Hektar pro Mensch.

    Die Länder mit dem größten Fußabdruck pro Kopf sind Katar, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Dänemark und die USA. Am anderen Ende liegen die besetzten Palästinensergebiete, Osttimor, Afghanistan, Haiti und Eritrea. Österreich liegt laut WWF auf Platz 17 der Länder mit dem größten ökologischen Fußabdruck pro Einwohner. Ein Österreicher nimmt mit rund 5,3 Hektar doppelt so viel Biokapazität in Anspruch wie der Weltdurchschnitt. "Würden alle Menschen so leben wie wir Österreicher, bräuchten wir schon heute drei Planeten", so die beunruhigende Bilanz des WWF.

    Quelle: APA

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