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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2012 um 09:14 UhrKommentare

Dreifach-Mord: Schwager von Jennifer Hudson verurteilt

William Balfour wurde schuldig gesprochen, die Mutter, die Schwester und den kleinen Neffen der Oscar-Preisträgerin ermordet zu haben. Das Strafmaß ist noch offen, lebenslange Haft wird erwartet.

Der Zeichner im Gerichtssaal hielt fest, wie Jennifer Hudson unter Tränen der Verkündung des Urteils folgte.

Foto © ReutersDer Zeichner im Gerichtssaal hielt fest, wie Jennifer Hudson unter Tränen der Verkündung des Urteils folgte.

Der 30 Jahre alte William Balfour wurde auch des Hausfriedensbruch und des Autodiebstahls schuldig befunden, aber diese Taten verblassen neben dem dreifachen Mord, für den er jetzt schuldig gesprochen wurde. Hudsons 57 Jahre alte Mutter Darnell war 2008 als erste von ihrem Schwiegersohn in ihrem Haus erschossen worden. Unmittelbar danach hatte der Täter ihrem Sohn, Hudsons Bruder Jason (29), mit einer Pistole vom Kaliber 45 zweimal in den Kopf geschossen.

Der kleine Julian, ein Kind aus einer anderen Beziehung von Jennifer Hudsons Schwester Julia, war zunächst entführt worden. Die Leiche des Siebenjährigen war drei Tage später mit einem Kopfschuss in einem abgestellten Auto entdeckt worden. Seine Mutter - Balfours Frau - war an dem Tag nicht zu Hause und entging den tödlichen Schüssen ebenso wie auch die Oscar-Preisträgerin ("Dreamgirls") selbst.

Hudson war im Gerichtssaal, als das Urteil verkündet wurde. Sie weinte, als der Schuldspruch verlesen wurde. Es soll laut CNN aus der Familie aber auch unterdrückter Jubel gekommen sein. Hudson hatte gleich am ersten Tag des Prozesses vor knapp drei Wochen ausgesagt und ihre Abneigung gegen Balfour beschrieben. "Ich wollte nie da sein, wo er ist", sagte die 30-Jährige über ihren gleichaltrigen Schwager. Er habe ihrer Schwester mit der Ermordung ihrer Familie gedroht, wenn sie ihn verlasse.

Laut Anklage hatte Balfour seine damalige Frau immer wieder bedroht. Der 30-Jährige hatte die Tat bestritten. Er habe nichts mit der Bluttat zu tun und sei selbst ein Opfer, ließ er per Anwalt mitteilen. Der Verteidiger bezeichnete seinen Mandanten als Opfer des Ermittlungsdrucks. In der Tat gab es keine Beweise: Das Verfahren war ein reiner Indizienprozess.

Jennifer Hudson hatte vor Gericht aber versichert, dass Balfour ihre Schwester Julia schlecht behandelt und oft bedroht habe. Die Familie sei von Anfang an gegen die Ehe gewesen: "Niemand von uns wollte, dass sie ihn heiratet." Deshalb habe ihre Schwester die Heirat zunächst geheim gehalten, sie selbst habe erst zwei Monate später durch Zufall davon erfahren. Als die Morde begangen wurden, lebte Balfour bereits seit längerem von seiner Frau getrennt. Motiv für die Tat soll Eifersucht auf einen neuen Freund der Ex-Frau gewesen sein.


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