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    Zuletzt aktualisiert: 11.05.2012 um 19:45 UhrKommentare

    Wie aus einer anderen Welt

    Im tropischen Regenwald gibt es noch Völker, die nie Kontakt zur Außenwelt hatten. Doch die Gier der "Zivilisierten" raubt ihnen Raum und Leben.

    Weltweit, so schätzt "Survival International", dürfte es noch 100 bisher unberührte Stämme geben

    Foto © AP Weltweit, so schätzt "Survival International", dürfte es noch 100 bisher unberührte Stämme geben

    Dort, wo der tropische Regenwald noch üppig wuchert, leben die letzten unberührten Völker dieser Welt. Bei einem Flug über ein Naturschutzgebiet nahe der brasilianisch-peruanischen Grenze fotografierte die brasilianische Regierungsorganisation zum Schutz der indigenen Bevölkerung Funai Menschen, die bis dahin völlig losgelöst von der Außenwelt waren.

    Funai-Pionier Jose Carlos Meirelles übergab die Aufnahmen der BBC, damit die Bilder um die Welt gehen: die Unsichtbaren sichtbar zu machen. "Denn was der Mensch nicht sieht, schützt er auch nicht", sagt Meirelles. Weltweit, so schätzt "Survival International", dürfte es noch 100 bisher unberührte Stämme geben. "Die Welt muss sicherstellen, dass ihr Gebiet durch internationale Gesetze geschützt wird, sonst sind sie die letzten ihrer Art. Denn die Bedrohungen im Grenzgebiet zwischen Brasilien und Peru sind gewaltig: "Seit sich der Goldpreis vervielfacht hat, steht die Region im Goldrausch", sagt Meirelles.

    Allein in der peruanischen Stadt Puerto Maldonado werden monatlich drei Tonnen Quecksilber verkauft, das beim Goldwaschen gebraucht wird. Es gelangt in die Zuflüsse des Amazonas. Nicht nur das Wasser, auch die Fische sind verseucht, von denen sich Indigene großteils ernähren.

    Gier nach Gold

    Aber schon Ende der 1990er-Jahre vergab die peruanische Regierung auf dem Siedlungsgebiet von sogenannten unkontaktiert lebenden Völkern Konzessionen an Erdölkonzerne oder Holzfirmen, spezialisiert auf Mahagoni.

    Seit 2005 sind sämtliche Mahagoni-Bestände auf peruanischer Seite zwar abgeholzt, aber auch die Indigenen sind verschwunden. Mittlerweile hat die Regierung in Peru für fast das ganze peruanische Amazonasgebiet Konzessionen an multinationale Ölkonzerne vergeben. Der Regenwald schrumpft, die indigene Bevölkerung verschwindet. Der Österreicher Franz Fluch hat jetzt als Obmann der "Gesellschaft für bedrohte Völker" eine internationale Kampagne zum Schutz dieser "Unsichtbaren" gestartet, die bei der UNO-Konferenz "Rio +20" Ende Juni vorgelegt wird. Dort soll eine binationale Schutzzone Peru-Brasilien gesetzlich verankert werden: Lebensraum für die Unsichtbaren.

    Veranstaltung zum Thema: Mittwoch, 16. Mai, 18.30 Uhr, Resowi-Zentrum, Universität Graz, Filmpräsentation: "Corumbiara".
    Freitag, 18. Mai, 20 Uhr: Die Unsichtbaren: Filmvortrag. Aula der Karl-Franzens-Universität Graz, 1. Stock. Anschließend Diskussion.

    MANUELA SWOBODA

    Lebensraum für Isolados

    Grafik © KLZ

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