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    Zuletzt aktualisiert: 11.05.2012 um 10:04 Uhr

    Schusswaffeneinsätze der Polizei - Chronologie

    Der Schusswaffengebrauch als letzter Weg, einen Randalierer zu stoppen, ist eine Gratwanderung für Polizeibeamte. Nachfolgend eine Auflistung ausgewählter Einsätze:

    11. Mai 2012: Bei einem Schusswechsel mit der Polizei kommt in St. Pölten-Spratzern ein 25-Jähriger ums Leben. Der Mann verbarrikadiert sich in seiner Wohnung, feuert in Richtung eines Beamten und erschießt einen Diensthund.

    12. April 2012: Ein Beamter gibt in einer Wohnung in Wien-Floridsdorf einen Schuss auf einen 35-Jährigen ab, der seine von ihm getrennt lebende Frau und Polizisten mit einem Messer bedroht.

    7. März 2012: Bei einem Polizeieinsatz in Wien-Rudolfheim-Fünfhaus wird eine Frau von einem Beamten angeschossen. Die 37-Jährige geht in ihrer Wohnung in der Goldschlagstraße mit einem Messer auf die Einsatzkräfte los. Ein Polizist erleidet trotz Handschuhen zahlreiche Schnittwunden an den Händen und eine Rissquetschwunde am Knie. Sein Kollege setzt daraufhin einen Schuss ab, der die Frau in den Oberkörper trifft. Die 37-Jährige wird lebensgefährlich verletzt.

    4. August 2011: Bei einem Polizeieinsatz in Wien-Brigittenau wird ein Mann von der Polizei angeschossen. Der 29-jährige Mann wollte in die Nachbarwohnung einbrechen. Dafür klettert er über die Außenmauer von einem Fenstersims auf das andere und schlägt eine Scheibe ein. Anrainer beobachten ihn dabei und verständigen die Polizei. Weil er mit zwei Messern auf Beamte der Spezialeinheit Wega losgeht, feuert ein Polizist dreimal. Der 29-Jährige wird am Bein verletzt.

    14. Juli 2010: Vier Wega-Beamte schießen in Wien einen rabiaten Mann nieder, der zuvor mit einer 30 Zentimeter langen Machete einen Nachbarn bedroht hatte und anschließend auf eine Polizistin losging und diese verletzte. Der 43-Jährige wurde schwer verletzt.

    28. April 2010: Ein 84-jähriger Mann in Laakirchen (Bezirk Gmunden) bedroht in den Nachtstunden einen Zeitungsausträger, der in seiner Hauseinfahrt stehenbleibt, mit einer Pistole. Der Autofahrer flüchtet zur Polizei, die den Senior aufsucht. Nachdem der Mann sich auch nach einem Warnschuss weigert, die Pistole fallen zu lassen, eröffnen die Streifenbeamten das Feuer. Ein tödlicher Schuss trifft den 84-Jährigen in die Brust.

    22. November 2009: Ein Polizist erschießt in einer Notwehrsituation einen Lebensmüden in Wien. Der 31-Jährige hatte eine täuschend echt aussehende Gaspistole auf den Beamten gerichtet, dieser schießt und trifft den Mann zweimal.

    30. März 2009: Ein Vorarlberger Polizist schießt in Bregenz einem 45-jährigen Obdachlosen bei einer Amtshandlung in den linken Oberschenkel und verletzt diesen schwer. Er hatte zuvor den Beamten und seine Kollegin bedroht und eine Waffen-Attrappe auf sie gerichtet. Die Polizisten hielten das Pistolen-Feuerzeug für echt und setzten den Obdachlosen mit einem Schuss außer Gefecht.

    17. Dezember 2008: Beamte werden wegen Ruhestörung und "Müllproblemen" in einen Gemeindebau in Wien-Favoriten gerufen. Im Innenhof treffen sie auf einen Mann, der die Beamten mit einem Besenstil attackiert und einen der Ordnungshüter verletzt. Auf der Flucht bedroht der 48-Jährige wiederholt die Polizisten mit einem Messer. Bei der Verfolgungsjagd geben diese zwölf Schusse ab, vier gezielt. Der Randalierer wird getroffen und überwältigt.

    31. August 2002: Binali I. wird in der Wiener Innenstadt von einem Polizisten erschossen, als er mit zwei Mineralwasserflaschen auf die Beamten losgeht. Der 28-Jährige, der schon länger unter schizophrenen Schüben und zeitweiligem Realitätsverlust litt, hatte zuvor versucht, ein Kindermodengeschäft zu überfallen und einer älteren Passantin die Handtasche zu entreißen. Die Polizisten werden rechtskräftig freigesprochen. Das Gericht befindet, sie hätten in Notwehr gehandelt.


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