TU-Wien-Reaktor soll neue Brennstäbe bekommen
Der Forschungsreaktor der Technischen Universität (TU) Wien am Atominstitut im Wiener Prater soll neue Brennstäbe bekommen. Entsprechende Verhandlungen zwischen der TU, Vertretern des Wissenschaftsministeriums und dem US-Department for Energy laufen derzeit und sollen in den nächsten Tagen abgeschlossen werden, erklärte eine Sprecherin der TU auf Anfrage der APA. Kritik daran übten die Grünen.
Nach Angaben der TU handelt es sich um einen "regulären Tausch" der Brennelemente. Sollten diese nicht erneuert werden, müsste der Reaktor bis 2016 stillgelegt werden. Mit neuen Brennstäben soll er bis mindestens 2025 weiter betrieben werden.
Kritik an dem Tausch kommt von den Grünen. Sie sprechen von einem "26 Millionen Euro schweren Geheimdeal mit den USA", während die Regierung bei der Bildung spare. Diese Summe und die "unseriöse Darstellung seitens der Grünen" weist man im Wissenschaftsministerium zurück. Solange die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind, würden keine Summen genannt, die Kosten würden aber jedenfalls bei einem Bruchteil des von den Grünen genannten Betrags liegen. Die notwendigen Mittel für die neuen Brennelemente werden der TU Wien vom Wissenschaftsministerium zugewiesen.
Das Atominstitut wurde 1958 als interuniversitäres Institut gegründet und 1962 an seinem heutigen Standort im Prater mit der Inbetriebnahme des TRIGA Mark II Forschungsreaktors eröffnet. Der Forschungsreaktor hat eine maximale Dauerleistung von 250 Kilowatt (kW). Die thermische Leistung entspricht damit im Durchschnitt der eines Mittelklassewagens, kann aber für Sekundenbruchteile auf Spitzen von 250 Megawatt gepulst werden. Aufgrund der geringen Reaktorleistung ist der Abbrand der Brennelemente sehr gering, sodass noch mehr als 50 der im Jahr 1962 eingesetzten Brennelemente im Reaktorkern verwendet werden.










