Häftling floh über Dachrinne, Fahndung ohne Erfolg
Die Fahndung nach dem aus einem Wiener Heeresspital geflohenen Häftling ist bislang ohne Erfolg verlaufen. Das Opfer des Straftäters steht derzeit unter Polizeibewachung, den beiden Wachebeamten droht indes ein Disziplinarverfahren.

Foto © APA/JustizDie Polizei fahndet weiterhin nach dem flüchtigen Straftäter
Die Fahndung nach einem seit seiner Flucht aus dem Wiener Heeresspital untergetauchten Häftling hat bisher keinen Erfolg gebracht. Erich Huber-Günsthofer von der Vollzugsdirektion sagte der Austria Presse Agentur, jener Justizwachebeamte, der den zu einer Untersuchung ausgeführten Mann hätte beaufsichtigen sollen, werde sich aller Voraussicht nach einem Disziplinarverfahren stellen müssen. Der Beamte habe sich die Hände gewaschen, während der Gefangene aus dem Klofenster türmte, so die Tageszeitung "Österreich" in einem Vorabbericht zu ihrer Sonntag-Ausgabe.
Flucht über die Dachrinne
Der Bewacher hatte seinen Schützling bis zur Toilette im zweiten Stock in der Van-Swieten-Kaserne begleitet. Während der Häftling aufs Klo ging, blieb der Justizbeamte im Vorraum und wusch sich die Hände, berichtete "Österreich". Der zu elf Jahren Haft verurteilte Sexualstraftäter hantelte sich über die Dachrinne hinab in den Kasernenhof. Ein dort im Dienstauto wartender zweiter Wachebeamter sah den Flüchtenden "wohl im selben Moment, als sein Kollege das Verschwinden des Mannes bemerkt hatte", sagte Huber-Günsthofer. Beide hätten vergeblich die Verfolgung aufgenommen.
Opfer unter Polizeibewachung
Laut "Österreich" wird vermutet, dass der Mann sein Aussehen verändert haben könnte und sich Richtung Osten oder Norden ins Ausland absetzen will. Sein Opfer stehe unter Polizeibewachung. Der 41-Jährige hätte noch zehn Jahre seiner Freiheitsstrafe zu verbüßen gehabt. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.
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Der Häftling ist aus dem Heeresspital geflohenFoto © APA











