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Zuletzt aktualisiert: 30.04.2012 um 16:40 UhrKommentare

Phantombild von Verdächtigem im Tiroler Mordfall

Nach der Klärung der Identität der am vergangenen Mittwoch im Dreiländereck bei Spiss im Tiroler Bezirk Landeck gefundenen männlichen Leiche will die Polizei nun mit Hilfe eines Phantombildes nach einem unbekannten Mann fahnden. Italienischen Medienberichten zufolge soll es sich um einen unter dem Namen "Sandro" bekannten Einheimischen handeln.

Der durch Schläge auf den Kopf getötete 39-jährige Südtiroler soll demnach in das Auto des Verdächtigen gestiegen sein. Die Kriminalisten in Bozen gaben sich zugeknöpft, auch in Innsbruck konnte zu dem Mordfall niemand Auskunft geben. Die Ermittlungen zur Klärung der Tat würden aber in allen drei Ländern, darunter auch in der Schweiz, laufen.

Inzwischen waren in den italienischen Medien erste Details zu den Geschehnissen vor der Tat bekanntgeworden. Demnach habe der später Ermordete am 20. April mit seiner Frau und seinem Sohn von Deutschland nach Südtirol fahren wollen. Seiner Frau gegenüber habe er aber gesagt, dass "er noch etwas zu tun habe und sie inzwischen alleine losfahren solle". Er wolle später in Meran zur Familie stoßen. Die Frau soll noch gesehen haben, wie der 39-Jährige in das Auto des Unbekannten gestiegen ist.

Am Montag war schließlich eine weitere Version publik geworden. Der verdächtige Mann soll kurz vor der Abreise ins Haus der Familie zum Kaffee gekommen sein. Der Frau sei danach übel geworden und sie sei eingeschlafen. Gegenüber der Polizei habe sie den Verdacht geäußert, dass ihr Schlafmittel in den Kaffee gegeben worden sei, um sie zu betäuben. Ab dem Nachmittag des 20. April verlieren sich die Spuren des Getöteten.

Der 39-Jährige dürfte mit einem stumpfen Werkzeug geschlagen worden sein und dadurch ein Schädelhirntrauma erlitten haben. Außerdem wies die Leiche nach Angaben der Polizei Gewaltmerkmale am Hals auf. Der Fundort an einer Böschung 25 Meter unterhalb der Spisser Landesstraße dürfte nicht der Tatort gewesen sein. Der Leichnam soll rund drei bis vier Tage im Bereich des sogenannten "Gstalda Tobels" gelegen haben.

Quelle: APA

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