Bankomat in Graz ausgespäht - 43.000 Euro Schaden

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Unbekannte haben in Graz Mitte April mittel "Skimming" - dem Abschöpfen von Bankomatdaten - sich zu Zugang zu den Konten von etwa 170 Kunden verschafft und in weitere Folge in den USA und der Dominikanischen Republik rund 43.000 Euro abgehoben. Dies gab die Sicherheitsdirektion Steiermark am Montag bekannt. Die Täter agieren laut Polizei international, die Behebungen erfolgen praktisch weltweit.
Bei vorhergehenden "Abschöpfungen" in der Steiermark waren die Behebungsländer beispielsweise Mexiko (Februar 2012) und Indonesien (Oktober 2011). Die unbekannten Täter hatten Mitte April 2012 zwei Grazer Bankomaten im Bezirk Lend unbemerkt mit einem Vorsatzlesegerät - Skimmer ("Abschöpfer") - ausgestattet. Die Geräte machten auch Videoaufzeichnungen der Eingabe der PIN-Daten, die folglich ausgespäht und kopiert wurden.
In der Dominikanischen Republik und vornehmlich den USA wurden mit hergestellten Kartenduplikaten kurz darauf rund 43.000 Euro behoben. Weitere Behebungsversuche über insgesamt etwa 99.000 Euro konnten aufgrund ergriffener Sicherheitsmaßnahmen des Bankomatbetreibers verhindert werden. "Die Kartenbesitzer können beruhigt sein, denn wenn man Betroffener von Skimming ist, haftet die kartenausgebende Bank für den Schaden", hieß es seitens der Sicherheitsdirektion.
In Ober- und Niederösterreich habe es übrigens im fraglichen Zeitraum ähnliche Vorgänge gegeben, die mit denen in Graz zusammenhängen könnten. Die Vorgangsweise der Täter laut Polizei: Die Magnetspur der Karte wird durch das Vorsatzgerät gelesen und gespeichert. Manchmal werden die Daten an ein Notebook, neuerdings auch per GSM an ein Handy übermittelt. Die PIN-Eingabe wird mittels Minikamera oder eine über das Tastenfeld geklebte Attrappe aufgezeichnet und ebenfalls gespeichert oder übermittelt. Durch die nun vorhandenen Daten wird eine Kopie der Bankkarte angefertigt und Geld behoben.










