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Zuletzt aktualisiert: 28.04.2012 um 13:00 Uhr

Leiche im Wienerwald wurde identifiziert

Beim Opfer handelt sich um einen serbischen Staatsangehörigen (57), der in Wien-Josefstadt gelebt hatte und von seiner Frau am Abend des 30. März als abgängig gemeldet worden war.

Foto © APA

Die am Donnerstag nahe Gablitz (Bezirk Wien-Umgebung) im Wienerwald entdeckte Leiche ist identifiziert worden. Es handelt sich um einen serbischen Staatsangehörigen (57), der in Wien-Josefstadt gelebt hatte und von seiner Frau am Abend des 30. März als abgängig gemeldet worden war, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Samstag mit. Auch der Wagen des Mannes ist bis dato verschwunden.

Vermisst

Das spätere Mordopfer war den bisherigen Erkenntnissen zufolge seit dem Vormittag des 30. März aus der ehelichen Wohnung in Wien-Josefstadt abgängig. Er hatte seine Frau um 6.30 Uhr mit dem Pkw zur Arbeit gebracht, baute dann nach Angaben der Witwe daheim eine defekte Waschmaschine ab, weil eine neue gestellt werden sollte. Dazu kam es jedoch nicht: Beim Heimkommen von der Arbeit um 17.30 Uhr fand die Frau eine Benachrichtigung vom Zustelldienst an der Wohnungstür vor, wonach um 13.20 Uhr niemand anwesend gewesen war. Auch ein vereinbartes Treffen mit einem Bekannten kam nicht mehr zustande.

Um 21.00 Uhr erstattete die Frau Abgängigkeitsanzeige bei der Polizeiinspektion Fuhrmanngasse. Bei Sichtung passender Abgängigkeiten wurde diese vorliegende Vermisstenmeldung von den Ermittlern als auf den Mordfall zutreffend bewertet.

Laut Sicherheitsdirektion wurde das Opfer mittels eines Fingerspurenabgleiches seines in der Wohnung aufgefundenen Reisepasses eindeutig identifiziert. Die Ehefrau erkannte die bei der Leiche gefundenen persönlichen Gegenstände als die ihres Mannes.

Wo sind die Beine?

Nachforschungen in Evidenzen öffentlicher Institutionen und Recherchen im privaten Umfeld des serbischen Staatsbürgers verliefen bisher allesamt negativ. Der auf ihn zugelassene Pkw Toyota RAV 4, schwarz lackiert, mit dem Kennzeichen W-VRCIN1, fehlt bis dato. Eine am Freitag durchgeführte Suche im Bereich des Auffindungsortes der Leiche mit Diensthunden nach den fehlenden abgetrennten unteren Extremitäten verlief ergebnislos.

Im Zusammenhang mit dem Mord an Milenko Marinkovic (geboren am 9. Mai 1954) richten die Kriminalisten Fragen an die Öffentlichkeit: Wer kann Angaben zum Opfer, bzw. seinem Bekannten- und Freundeskreis machen? Was ist über seine Tätigkeiten bekannt? Wer hat Marinkovic am 30. März oder danach noch gesehen? Hinweise sind an das Landeskriminalamt Niederösterreich (Journaldienst), Tel. 059133 30 3333, zu richten.

Ein Spaziergänger hatte am Donnerstag bei der "Teufelswiese" auf einer Böschung neben einem Forstweg ein verschnürtes Paket entdeckt, dessen Konturen einen menschlichen Torso vermuten ließen. Die Obduktion ergab, dass der Mann, dem beide Beine abgetrennt worden waren, an massiven Schlägen auf den Kopf gestorben war. Abwehrverletzungen fanden sich nicht. Die Fundstelle im Wald war nicht der Tatort.


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