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  • 17. April 2014 14:53 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 27.04.2012 um 19:38 UhrKommentare

    Sieben Beteiligte im Nacktfoto-Fall

    In den Nacktfoto-Fall aus Kärnten sind zwei bloßgestellte Schülerinnen und fünf Burschen verstrickt, bei denen die Polizei ermittelt.

    Foto © KLZ/Weichselbraun

    Selbst am Samstag versuchen Kriminalisten zu erheben, wie Nacktfotos einer 12-Jährigen und eines anderen ungefähr gleichaltrigen Mädchens via Facebook in die Öffentlichkeit gekommen sind. Und was fünf Burschen im gleichen Alter damit zu tun haben.

    Schon das, was bekannt ist, lässt die Ermittler ratlos zurück: Eine Freundin der 12-Jährigen stellt Nacktfotos von sich auf Facebook. Sie wird ausgespottet und um den Druck von ihr zu nehmen, schickt die 12-Jährige ein Nacktfoto von sich an einen 14-jährigen Mitschüler. Dem ist das Foto nicht gut genug und die 12-Jährige schickt ihm ein "besseres" Bild. Der Bursche teilt dieses Foto mit vier weiteren Burschen. Einer von denen macht das Foto öffentlich.

    "Wir haben diskutiert, um zu verstehen, was da passiert ist", sagt Bernhard Grilz von der Gruppe "Gewalt". "Aber es ist schon irre, was da abgeht."

    Neue Medien

    Sieben junge Menschen in peinsamer Verstrickung. "Genau betrachtet geht es um die Verbreitung von kinderpornografischem Material und ein weiteres Delikt - unter Umständen also um einen Verbrechenstatbestand." Früher, so Grilz, hätten Buben "Bravo"-Hefte gesammelt oder Löcher in Badeanstalt-Wände gemacht. Heute können solche Bedürfnisse in Verbindung mit Neuen Medien in Teufels Küche führen.

    Damit das nicht passiert, hat die Kriminalprävention das Projekt "Click and Check" entwickelt. "Schüler können soziale Netzwerke immer kompetenter nutzen, aber nicht sicher benützen", erklärt Rainer Tripolt. Cybermobbing, Diskussionen über Lehrer, die in Beleidigungen enden: "Wir erklären den Schülern die sozialen und strafrechtlichen Folgen ihres Tuns."

    In der Nacktfoto-Klasse ist das wohl schiefgegangen. Ein Polizist: "Die Schüler sind dadurch erst richtig neugierig geworden."

    JOCHEN BENDELE

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