Kärntner mit "Reichsausweis" seit Jahren amtsbekannt
Jener 54-jährige Kärntner, der bei einer Kontrolle in Bayern einen "Reichsausweis" vorgelegt hat, ist amtsbekannt. Er beschäftigte heimische Behörden mit einem Grundstücksstreit.

Foto © KK/Polizei Traunstein
"Den Namen kennt man." Eigentlich ja ein Lob. Wenn der Satz aus dem Mund von Helmut Jamnig, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, stammt, ist Vorsicht geboten.
So wie bei jenem Kärntner, der bei einer Kontrolle in Bayern einen "Reichsausweis" vorgelegt hat. Der 54-Jährige ist für die heimischen Behörden längst kein Unbekannter mehr. Aber nicht im Zusammenhang mit Wiederbetätigung oder ähnlichem Straftaten sondern wegen eines erbitterten Grundstücksstreits. "Der Mann hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Verfahren angestrengt und Eingaben eingebracht", sagt Jamnig. Derzeit liegt bei der Staatsanwaltschaft gegen den Kärntner, der seit mehreren Jahren in Deutschland lebt, allerdings nichts vor.
Der Streit um ein Grundstück im Bezirk Feldkirchen beschäftigte Behörden, Anwälte, Gutachter, Banken und besonders die Anrainer mehr als zwei Jahrzehnte. Eine Zwangsversteigerung im Jahr 2008 wurde mittels Anfechtungsklage verhindert. Um den Mann wurde es etwas ruhiger. Bis er und seine Begleiterin am vergangenen Montag auf der Autobahn A 8 kurz vor Bad Reichenhall in eine Verkehrskontrolle geraten. Dabei legten sie dann zu ihren gültigen Dokumenten auch "Reichsausweise" vor und wurden daraufhin auf die Polizeiinspektion Traunstein mitgenommen. Da es sich laut bayerischer Polizei um Fantasiedokumente handelt, wurden die beiden nicht verhaftet und nicht angezeigt.











