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    Zuletzt aktualisiert: 24.04.2012 um 19:13 Uhr

    60 Millionen für Med-Uni

    Landesregierung wurde vom Projektwerber erstmals informiert. Dörfler geht von Start 2014 aus. SP steigt auf die Bremse, VP stellt Bedingungen.

    Foto © Weichselbraun

    Die Emotionen, mit denen die Regierungsparteien auf die Pläne für eine private Medizin-Universität in Klagenfurt reagieren, wurden am Rande der Regierungssitzung deutlich. Dort stellte Rektor Alfred Pritz vom Projektträger Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien-Paris dem Regierungskollegium das Konzept vor. Landeshauptmann Dörfler zeigte sich vom "Zukunftsprojekt für Kärnten" begeistert. Eis-Koalitionspartner Landesrat Achill Rumpold (ÖVP) steht zum Projekt, stellt aber Bedingungen. Die Med-Uni sei zwar eine "Riesenchance für Kärnten", mit der Einschränkung: Die Gelder dafür müssten ausgabenseitig im Landesbudget eingespart werden. Das Ziel, Nulldefizit bis zum Jahr 2015, sei einzuhalten, Kärnten dürfe keinen neuerlichen Projekt-Flop erleben, siehe Fußballstadion, Wörtherseebühne . . .

    Zwölf Millionen Euro soll die Anstoßfinanzierung des Landes ausmachen. Wobei Dörfler den Uni-Start eher im Jahr 2014 sieht. 54 bis 60 Millionen Euro betrage der Gesamtaufwand in den ersten sechs Jahren, also 8,5 bis zehn Millionen im Jahr, wobei elf Millionen Einnahmen aus den Studiengebühren kommen sollen. Unternehmer würden bereits über Patenschaften für Kärntner Studenten nachdenken, immerhin sind Studiengebühren von 11.000 Euro im Jahr zu berappen.

    Skeptisch zeigt sich SPÖ-Landeshauptmann-Vize Peter Kaiser. Der Zeitpunkt für das Projekt sei falsch. Bevor Kärnten zwölf Millionen Euro für eine Privat-Uni setze, müsste die Finanzierung des Krankenanstalten- sowie Gesundheitssystems sichergestellt sein.

    ANDREA BERGMANN

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