Am Samstag soll es wieder Erscheinung gegeben haben
Dem "Seher" Caputa soll am Samstag zum fünften Mal die Heilige Jungfrau Maria am Schlossberg in Bad St. Leonhard erschienen sein. 1000 Menschen wohnten der Erscheinung bei.

Foto © KLZ/Daniela VallantMarienerscheinung in Bad St. Leonhard
Als der selbst ernannte sizilianische "Seher" Salvatore Caputa für den 1. Mai 2010 eine Marienerscheinung am Schlossberg in Bad St. Leonhard ankündigte, war die Stadt österreichweit in den Schlagzeilen. 500 Schaulustige kamen, doch außer dem "Seher" erschien Maria niemandem. Inzwischen war die Heilige Jungfrau Maria angeblich bereits vier Mal zu Gast am Schlossberg, am Samstag soll es wieder so weit gewesen sein.
Tourismusstadtrat Dieter Dohr (BZÖ) steht "zu 100 Prozent" hinter der Marienerscheiung. Auch Bürgermeister Simon Maier (SPÖ) befürwortet das: "Dadurch wird der Ort belebt und die Gemeinde bekannt." Vom Ansturm selbst profitieren die Beherbergungsbetriebe zwar nicht, doch die Gastbetriebe verbuchen teils ein Umsatzplus durch die Pilger.
"Nicht anerkannt"
Von Anfang an distanzierte sich die katholische Kirche von den Marienerscheinungen: "Caputas Wirken und Offenbarungen werden von der Kirche nicht anerkannt", hieß es damals und auch heute noch. Die Kirche appellierte, Caputas "Privatoffenbarungen" nicht beizuwohnen. Dohr: "Ich fordere die Kirche auf, offener zu sein und sich das anzuschauen.
Bei der letzten Erscheinung im Oktober standen Gläubige stundenlang mit Kanistern vor dem Bürgerbrunnen Schlange, weil laut Caputa "Wasser mit Heilkraft" daraus fließt. Um das zu verhindern, hat die Gemeinde neue Leitungen montiert. Am Samstag betrug deshalb die Wartezeit nur eine halbe Stunde.












