900 Euro Strafe für Scheinehe
Ein 34 Jahre alter kosovarischer Staatsbürger ist am Freitag wegen Vermittlung einer Scheinehe am Landesgericht Klagenfurt zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt worden.

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Der Tischler gestand dem Richter, 2008 seine damalige Lebensgefährtin gebeten zu haben, seinen gerade abgeschobenen Bruder zu heiraten, um ihm eine Rückkehr nach Österreich zu ermöglichen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
"Sie hat meinen Bruder geheiratet, weil sie ihm helfen wollte. Sie ist eine nette Frau", sagte der Angeklagte zu Richter Gerhard Pöllinger. "Sie sagt, Sie hätten mitgeholfen ...", erwiderte dieser. "Nein, nein. Sie hat das freiwillig getan. Als mein Bruder in Schubhaft war, haben wir darüber gesprochen. Dann wurde er in den Kosovo abgeschoben. Mir ging es darum, dass wir ihn wieder heraufbringen. Ich habe sie also darauf angesprochen, ob sie uns helfen kann", berichtete der 34-Jährige.
Geständnis
Die Ehe wurde im Kosovo geschlossen. Danach reiste die Österreicherin alleine nach Hause, wo sie ihre Partnerschaft mit dem Angeklagten noch ein halbes Jahr fortführte. "Mit ihrem Bruder war die Frau nie liiert?", wollte sich der Richter vergewissern. "Nein, sie hatten nie etwas miteinander zu tun", kam die Antwort des Angeklagten. Das Geständnis war für Pöllinger ein entscheidender Milderungsgrund, ebenso das lange Zurückliegen der Tat.










