Jugendliche stahlen illegale Waffen
Eine Wienerin hortete in einer Halle in Baden 16.300 Messer, 3200 Softguns und 800 verbotene Waffen. Junge Einbrecher führten die Polizei zu dem riesigen Arsenal. Die sichergestellten Waffen stammen überwiegend aus China.

Foto © APAWaffenlager wurde beschlagnahmt
Ein riesiges Waffenlager wurde in den vergangenen Tagen von Polizisten im Bezirk Baden ausgehoben. In einer Halle in Blumau-Neurisshof wurden 800 verbotene Waffen, darunter Schlagringe und japanische Schlagwaffen, sichergestellt. Weiters fanden sich über 16.300 Klingenwaffen wie Springmesser, Läufer, Macheten und Ähnliches, und zudem noch mehr als 3200 Softguns. Die Mieterin der Halle, eine 37-Jährige aus Wien, wurde wegen Vergehens nach dem Waffengesetz und Verstoßes gegen gewerberechtliche Vorschriften angezeigt.
Aufgeflogen war das Lager, weil eine Gruppe von Jugendlichen im Bezirk Baden Waffen aus der Lagerhalle gestohlen und im Bekanntenkreis weitergegeben und verkauft haben dürfte. Bei den Burschen im Alter von 13 bis 17 Jahren wurden 43 verbotene Waffen und 45 Klingenwaffen sichergestellt. Die Burschen waren über ein unversperrtes Fenster in die Lagerhalle gelangt.
Die sichergestellten Waffen stammen überwiegend aus China und wurden teilweise sogar legal mit dem Schiff importiert - entsprechende Zollpapiere wurden entdeckt. Einige davon seien aber als Spielzeug deklariert worden. Ob das rechtmäßig war, müsse man erst überprüfen. Sie wurden laut Polizei in den zwei Asia-Shops der Verdächtigen in Wien und auf Kirtagen verkauft.
Schlagring aus Tasche gefallen
Ins Rollen gekommen waren die Erhebungen vergangenen Freitag, weil einem Burschen in einem Lokal ein Schlagring aus der Tasche fiel und die Beamten darüber informiert wurden. Bisher wurden neun Jugendliche (14 bis 17 Jahre) und ein Unmündiger (13) ausgeforscht, die an den Diebstählen und der Weitergabe beteiligt waren. Es dürften noch weitere dazukommen. Alle seien geständig und hätten sich teilweise selbst bei den Kriminalisten gemeldet, erzählte ein Ermittler. Mit Anzeigen müssen sie dennoch rechnen: wegen Diebstahls, und weil für Jugendliche generell ein Waffenverbot herrscht.












