Pikanter Prozess gegen Villacher Bordellchef
Ein Kärntner Bordellbetreiber ist am Mittwoch wegen gewerbsmäßiger Abgabenhinterziehung vor dem Richter gestanden. 700.000 Euro hat der Mann in den vergangenen Jahren dem Fiskus vorenthalten.

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Um das Geschäft mit der Lust ging es am Mittwoch bei einem Prozess am Landesgericht. Ein 48-jähriger Bordellbesitzer aus Villach musste sich wegen gewerbsmäßiger Abgabenhinterziehung vor einem Schöffensenat verantworten. Laut Staatsanwältin Antoinette Tröster geht es dabei um diverse Steuern in Höhe von insgesamt rund 700.000 Euro, die der Mann nicht abgeführt haben soll. Auf die Frage von Richter Oliver Kriz nach seinen aktuellen Einkünften sagte er: "Nix. Seit 2008 ist das Geschäft immer schlechter gelaufen und seit heuer ist das Geschäft überhaupt tot." Mit welchem Geld hat er also jahrelang seinen Alltag bestritten? Der Angeklagte gibt an, dass ihm sein Vater 40.000 Euro und seine mittlerweile Ex-Geliebte 70.000 Euro geschenkt hatten.
Der sonnengebräunte, glatzköpfige Angeklagte ist nicht geständig. Sein Verteidiger sagt, warum: "Das Verfahren passiert nur auf Schätzungen und unrichtigen Rechtsmeinungen. Das ist für einen Rechtsstaat Österreich zu wenig." Der Bordellchef ist bislang unbescholten. Der Prozess wurde vertragt, es werden weitere Zeugen benötigt. Dem Mann droht eine Geldstrafe bis zum Dreifachen der hinterzogenen Summe sowie eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren.











