Amerikaner gestand Mord an Halleiner in Berlin
Leiche zerstückelt: Neun Monate, nachdem ein Tätowierer aus Hallein (Salzburg) mit Beilhieben gegen seinen Kopf getötet wurde, hat ein US-Amerikaner vor dem Berliner Landgericht die grausame Bluttat gestanden.

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Der Tattoo-Künstler ließ am Montag über seine Anwalt im Prozess erklären: "Ich habe viel nachgedacht, die Tat ist auch mir nicht erklärbar." Beide Männer hätten "gesoffen und sich geprügelt", sagte sein Anwalt.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem gebürtigen New Yorker Mord aus Grausamkeit vor. In der Nacht auf den 6. Juli 2011 habe der 30-Jährige seinem Kollegen Raoul Schmidhuber (31) "mit mindestens einem Beil gefühllos und unbarmherzig 52 teils schwerste Verletzungen zugefügt". Als er noch lebte, habe er Ober- und Unterkiefer gespalten, um sein Opfer zu quälen, verlas Staatsanwalt Martin Glage die Anklage.
Die Leiche hatte der Angeklagte in der Wohnung seiner damaligen Verlobten in Berlin-Oberschöneweide zersägt und in Mistsäcke gewickelt. In Rollkoffern hatte er sie zur Spree transportiert und versenkt. Den Kopf hatte die Partnerin des Mannes auf im Berliner Schäfersee geworfen. Nach und nach wurden die Leichenteile des Österreichers gefunden. Der Salzburger konnte durch seine Tattoos identifiziert werden.
In Saal 700 des Kriminalgerichts äußerte sich der am Hals tätowierte und leger gekleidete Angeklagte selbst nur zu seinen Personalien. Der dunkelhaarige Amerikaner saß reglos in der Anklagebox, als sein Anwalt in seinem Namen den Bruder des Opfers um Vergebung bat. Der Angeklagte - Vater eines kleinen Buben - bat das Gericht um eine gerechte Strafe. Sein "teuflisches Alkoholproblem wolle er besiegen", so der 30-Jährige. Er hat in den USA wegen Körperverletzung bereits fünf Jahre Haft verbüßt.
Der in der Szene als Tattoo-Künstler bekannte US-Amerikaner sitzt seit Juli in Untersuchungshaft. Nach Angaben von Verteidiger Röder kannten sich die Männer aus der Beisl-Szene um den Berliner Fußballclub 1. FC Union. Das Verfahren wird am Donnerstag um 9.30 Uhr fortgesetzt.











