Schwere Erdbeben erschütterten Westen Mexikos

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Zwei schwere Erdbeben haben den Westen Mexikos erschüttert. Die Erdstöße der Stärke 6,5 und 6,9 brachten auch Gebäude in der Hauptstadt Mexiko-Stadt ins Wanken. Nach dem ersten Beben am Mittwochabend lagen zunächst keine Informationen über Opfer und Schäden vor. Die stärkere zweite Erschütterung ereignete sich am Donnerstag früh in einer Tiefe von 20 Kilometern.
Der Seismologische Dienst Mexikos gab die Stärke mit 6,4 an. Der Erdstoß wurde auch in Mexiko-Stadt noch wahrgenommen. Viele Menschen verließen ihre Häuser. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum rechnete jedoc h nicht mit einer Riesenwelle.
In der Region hatten sich in jüngster Zeit eine Reihe von Beben ereignet. Bei einem Erdstoß der Stärke 7,4 waren Ende März zwei Menschen getötet und 13 weitere verletzt worden, tausende Wohnungen wurden beschädigt. Seitdem wurden hunderte Nachbeben im Südwesten und dem Zentrum Mexikos registriert.
Große Teile Mexikos liegen auf dem sogenannten pazifischen Feuerring. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt und fast die gesamte Pazifische Platte umschließt, stoßen mehrere Erdplatten aneinander. Diese sind ständig in Bewegung, weshalb es häufig zu heftigen Erdstößen und Vulkanausbrüchen kommt.
Die starken Erdbeben vor Sumatra und in Mexiko stehen nach Einschätzung eines Experten des Potsdamer Geoforschungszentrums in Deutschland jedenfalls nicht miteinander im Zusammenhang. Zwar gebe es immer wieder Spekulationen, dass Erdbeben auch über große Entfernungen andere Beben auslösen können, die jetzt vorliegende zeitliche Nähe sei aber eher Zufall, sagte der Sektionsleiter für Seismologie, Frederik Tilmann, am Donnerstag. Nachweislich würden kleinere Erdbeben in vulkanischen Gebieten von anderen beeinflusst, wenn die sogenannte Oberflächenwelle durchlaufe.










