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Zuletzt aktualisiert: 10.04.2012 um 17:14 UhrKommentare

Abschied von Gerfried Göschl

Angehörige, Bekannte und Bergsteigerfreunde in großer Zahl haben sich am Dienstag im Rahmen eines Trauergottesdienstes in der Wallfahrtskirche Frauenberg in Ardning von Gerfried Göschl verabschiedet. Der obersteirische Extrembergsteiger wird seit dem 9. März am Gasherbrum I in Pakistan vermisst.

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Quelle © Leodolter

Viele Besucher waren an ihrer Adjustierung als Angehörige der Bergrettung oder Alpiner Vereine erkennbar, auch am Vorplatz waren Lautsprecher aufgestellt, weil die Kirche die Menschen Menge nicht fassen konnte. Wie Pfarrer Josef Schmidt sagte, möchte man sich "mit einem Gottesdienst in würdiger und christlicher Weise verabschieden", wobei im Gedenken auch sie anderen verunglückten Bergkameraden eingeschlossen seien. In persönlichen Worten ging Pater Schmidt auf das Leben des offenen und kontaktfreudigen Obersteirers ein, auf die neuneinhalb Jahre, die ihm und Frau Heike "vergönnt" waren, auf seine Rolle als zweifacher Vater, die er liebevoll ausfüllte. Auch am Berg habe er nie darauf vergessen und jeden Tag angerufen.

Berührend die Worte von Ehefrau Heike in einem Brief, den der Liezener Altpfarrer Josef Schmidt, der die Messe zelebrierte, auf ihre Bitte hin verlas: "In der Wut sagte ich, ich könnte es nie verzeihen, wenn du einmal von einer Expedition nicht nach Hause kommst. Heute würde ich diesen Satz so gerne ungeschehen machen. Gerfried, ich habe dir tausend Mal verziehen."

Leben gerettet

Gerfried Göschl sei den Leuten zu Hause mitunter als Gehetzter erschienen, er war erfolgreich, aber auch stets sehr vorsichtig gewesen und habe auf seien Touren mehreren Menschen das Leben gerettet: "Neben seinen vielen Zielen hat er nie auf die Menschen um sich herum vergessen." Göschl habe sich bewusst und überlegt für das Extrembergsteigen entschieden, einen Sport, bei dem das Risiko niemals ausgeschlossen werden könne: "An den frühen Tod hat er aber nie gedacht - leider ist es so gekommen". Der Bergsteiger werde wohl nie gefunden werden, aber es gehe nicht darum, wo, sondern bei wem er ist, "er ist bei Gott angekommen".

Der Gottesdienst solle "so etwas wie letztes liebevolles Geschenk an ihn sein", sagte der Geistliche. Den musikalischen Rahmen gestaltete eine Gruppe, die u.a. auch Hubert von Goiserns "Weit weit weg" intonierte.


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