"Costa Concordia"-Schwesterschiff beschlagnahmt

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Ein Schwesterschiff der im Jänner vor der italienischen Küste verunglückten "Costa Concordia" ist im Hafen der texanischen Stadt Galveston nach Auskunft eines Anwalts beschlagnahmt worden. Das sagte der US-Verteidiger des Sohnes eines der deutschen Todesopfer des Unglücks, John Eaves, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.
Demnach habe ein Richter verfügt, dass das Kreuzfahrtschiff "Carnival Triumph" der Gesellschaft Carnival Cruise Lines im Rahmen einer Zivilklage als Pfand für etwaige Entschädigungsleistungen festgehalten werde. Angestrengt habe die Klage der Sohn einer getöteten deutschen "Concordia"-Passagierin. Das Schiff werde freigegeben, wenn die Gesellschaft, die auch Eigentümerin der "Costa Concordia" sei, 10 Millionen Dollar (etwa 7,5 Millionen Euro) als Sicherheit hinterlege, erklärte der Anwalt weiter.
Eine dpa-Anfrage bei Carnival blieb zunächst unbeantwortet. Die "Costa Concordia" war in Küstennähe auf Felsen aufgelaufen und dann gekentert. 32 Menschen kamen ums Leben. Dem Kapitän des Schiffes werden schwere Sicherheitsverstöße vorgeworfen.
Eaves vertritt nach eigenen Angaben mehr als 20 überlebende deutsche Passagiere und Angehörige von Todesopfern. Dem Anwalt zufolge dauerten am Samstag Verhandlungen mit der Kreuzfahrt-Gesellschaft über eine Freigabe des Schiffes an. Nach Medienberichten sollte es ursprünglich am selben Tag mit über 2.000 Touristen an Bord zu einer Fünf-Tage-Tour nach Mexiko aufbrechen. Der Agentur Bloomberg zufolge äußerte sich eine Carnival-Sprecherin in einer E-Mail zuversichtlich, dass das Problem rechtzeitig gelöst und das Schiff doch noch planmäßig werde auslaufen können.
Eaves betonte, es komme ihm nicht nur auf Entschädigungen für die Hinterbliebenen und Opfer an, sondern auch darauf, dass Kreuzfahrten sicherer würden. Er verwies darauf, dass der Kapitän und die Crew der "Carnival Triumph" nach denselben Standards geschult worden seien wie der "Costa Concordia".











