Krampfader geplatzt: Notarzt kam nicht
Keine Hilfe am Notruf 141 für einen 78-jährigen Klagenfurter. Angehörige kritisiert: "Arzt sagte, er sei nicht zuständig."

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Wie sinnvoll ist es, im Ernstfall die Notarzt-Nummer 141 zu wählen? Ein älteres Ehepaar musste Sonntagabend die Erfahrung machen, dass es wenig Sinn machen kann.
Der 78-Jährige saß vor dem Fernseher und kratzte sich am Bein. "Plötzlich schoss Blut hervor. Wie schnell und vor allem wie viel Blut, das kann man sich gar nicht vorstellen", sagt Schwiegertochter Ines W. Später stellte sich heraus, dass eine Krampfader verletzt worden war. Die Ehefrau des Pensionisten wählte sofort den Ärzte-Notruf 141. Dort wurde sie mit dem diensthabenden Arzt verbunden. "Nachdem meine Schwiegermutter ihm die Lage geschildert hatte, meinte er, er sei nicht zuständig, sie soll die Rettung anrufen", sagt Weiss. Wertvolle Sekunden vergingen. Inzwischen hatte der Mann massiv Blut verloren. Seine Frau konnte das Bein nur notdürftig abbinden. "Die eintreffenden Sanitäter haben ihre Arbeit dann gut gemacht", sagt Weiss und fragt sich jetzt: Warum kam der Arzt nicht? Ist er dafür nicht zuständig? Ärztekammer-Präsident Othmar Haas: "Grundsätzlich ist er immer zuständig. Anhand der Symptome ist es aber oft schwer zu beurteilen, ob er das in den Griff kriegt oder ob die Rettung besser wäre." Der Fall wird jetzt geprüft.










