Rotlicht vor Gleisen übersehen: Lenker stirbt
Ein 87 Jahre alter Autofahrer ist am Mittwochvormittag bei einer Kollision mit einem Güterzug in Wolfsberg ums Leben gekommen. Der Pensionist dürfte die Lichtsignale übersehen oder missachtet haben.

Foto © Vallant
Es ist ein schmaler Grat zwischen Überleben und Tod: Während am Dienstag ein Feuerwehrkommandant in Weißenstein eine Kollision mit einem Zug mit Prellungen übersteht (wir berichteten), hatte ein 87-jähriger Pensionist aus dem Lavanttal am Mittwoch weniger Glück. Er starb an der Unfallstelle. In beiden Fällen haben die Autolenker laut Polizei die Warnsignale missachtet. "Da fehlen mir die Worte. Das ist unverständlich. Sicherheitseinrichtungen müssen beachtet werden", sagt ÖBB-Sprecher Christoph Posch.
Am Mittwochvormittag um 9.42 Uhr wollte der Pensionist (87) aus St. Andrä mit seinem Mercedes den unbeschrankten Bahnübergang auf der St. Thomaser Straße in Wolfsberg überqueren - trotz Rotlichts. Der Mann übersah dabei den mit rund 50 km/h heranfahrenden Güterzug. Der Lokführer (50) des 300 Meter langen Zuges leitete sofort eine Schnellbremsung ein, konnte das Unglück aber nicht mehr verhindern. "Der Zug ist 870 Tonnen schwer, es sind hunderte Meter Weg nötig, um einen so schweren Zug zu stoppen", sagt Posch. Das Auto wurde über 40 Meter mitgeschleift und dann gegen einen neben den Gleisen abgestellten ÖBB-Container gedrückt. Durch die Kollision wurde der Pensionist in seinem Fahrzeug eingeklemmt. "Wir mussten ihn mittels Bergeschere aus dem Wrack bergen", sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Martin Stangl. Doch für ihn kam jede Hilfe zu spät. Die Notärztin konnte nur mehr den bereits eingetretenen Tod feststellen. Der Lokführer wurde vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.
Der Lavanttaler ist heuer schon das zweite Todesopfer. Erst Anfang März starb ein Rosentaler Wirt (82) nach der Kollision seines Autos mit einem Zug.










