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    Zuletzt aktualisiert: 19.03.2012 um 07:17 UhrKommentare

    Killer-Kommando statt Einzeltäter?

    Schrecklicker Verdacht in Afghanistan: "Mehr als ein Dutzend Soldaten haben Dorfbewohner getötet und dann die Leichen verbrannt", sagen Augenzeugen des Amoklaufs in Afghanistan. Die USA halten an der Einzeltäter-Theorie fest.

    Foto © Reuters

    Der mutmaßliche Amokschütze von Kandahar ist in ein Militärgefängnis im US-Bundesstaat Kansas gebracht worden. Der 38 Jahre alte Unteroffizier Robert Bales sei am Freitag (Ortszeit) in Fort Leavenworth eingetroffen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Militärquellen. Offiziell sei er noch nicht angeklagt, doch ihn erwartet in den USA ein Militärprozess. Verteidigungsminister Leon Panetta machte kürzlich bereits klar, dass die Anklage die Todesstrafe verlangen könnte. Angeblich war bei dem Verbrechen auch Alkohol im Spiel.

    Dem zweifache Familienvater wird vorgeworfen, bei einem Amoklauf vor einer Woche in der südafghanischen Provinz Kandahar 16 Zivilisten getötet zu haben, darunter neun Kinder. Die Bluttat löste heftige Reaktionen aus. Das Parlament in Kabul hatte ein öffentliches Verfahren gegen den US-Soldaten in Afghanistan verlangt.

    "Kein Einzeltäter"

    Das afghanische Parlament geht entgegen der Darstellung der US-Armee nicht von einem Einzeltäter aus. "Mehr als ein Dutzend Soldaten (...) haben Dorfbewohner getötet und dann die Leichen verbrannt", sagte der Abgeordnete Nahim Lalai Hamidsai aus Kandahar am Sonntag. Das habe die Untersuchung einer Parlamentskommission ergeben, der Hamidsai angehört. "Alle Dorfbewohner, mit denen wir gesprochen haben, sagten, dass 15 bis 20 Mann da waren."

    Angesichts der Bluttat forderte das Parlament Präsident Hamid Karzai auf, ein Abkommen aufzulösen, dass ausländische Soldaten vor Strafverfolgung durch afghanische Behörden schützt. Die Resolution sei einstimmig verabschiedet, von Karzai aber zunächst nicht unterzeichnet worden, sagte Hamidsai. Bisher werden Straftaten in den jeweiligen Truppenstellernationen verfolgt.

    Bales war zunächst nach Kuwait ausgeflogen und dort auf einer US-Militärbasis untergebracht worden. Wie US-Medien berichteten, wollten die dortigen Behörden ihn jedoch nicht länger im Land behalten. Während das US-Verteidigungsministerium die Identität des mutmaßlichen Amokschützen aus Sicherheitsgründen geheim gehalten hatte, veröffentlichten US-Medien den Namen des Mannes.

    Suche nach dem Grund

    Laut "New York Times" könnten Stress, Eheprobleme und Alkohol den Amoklauf ausgelöst haben. Der Unteroffizier habe in der Nacht vor dem Massaker getrunken. Zwischen dem Soldaten und seiner Frau habe es Spannungen gegeben. Zudem habe er unter Stress wegen seines inzwischen vierten Kriegseinsatzes gelitten. "Am Ende wird es eine Kombination aus Stress, Alkohol und häuslichen Problemen sein - er ist einfach ausgerastet", sagte ein Regierungsbeamter dem Blatt.

    Der Anwalt des Unteroffiziers, John Henry Browne, bezeichnete die Berichte über Eheprobleme seines Mandaten dagegen als "Unsinn". Er habe auch Zweifel, dass Alkohol und Stress im Spiel gewesen seien. Allerdings sei auch klar, dass praktisch jeder auf einer abgelegenen Basis in Afghanistan unter Stress stehe. Der 38-jährige Feldwebel sei Vorgesetzten, Angehörigen und Freunden als "besonnener, erfahrener Soldat" bekanntgewesen. Weiter hieß es, die Familie des Soldaten sei "fassungslos angesichts dieser Tragödie, aber sie stehen hinter dem Mann, den sie als hingebungsvollen Ehemann und Vater sowie engagiertes Mitglied der Armee kennen". Ähnlich äußerten sich Freunde und Nachbarn des Manns und bestätigten damit ebenfalls Medienberichte.


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