In Kärnten hält die extreme Trockenheit an
Letzter nennenswerter Niederschlag vor einem Monat, Lavanttal ist die trockenste Gegend. In Kärnten scheint derzeit die Sonne bis zu elf Stunden am Tag, in Wien schien sie am Dienstag nur zehn Minuten!

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Im März ist im Großteil von Kärnten und Osttirol noch kein einziger Millimeter Regen gefallen", sagt Gerhard Hohenwarter von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). "Der letzte nennenswerte Niederschlag war am 19. Februar."
Wie berichtet, fielen im Süden Österreichs seit dem 1. November 2011 kaum noch Regen und Schnee. "Das ist einer der trockensten Winter seit 70 Jahren. Doch kein Vergleich zum Winter 2001/02 - da gab es die massivste Trockenperiode der letzten Jahre. Ab Oktober regnete es damals nicht genug", sagt der Meteorologe. Nichtsdestotrotz ist seit November 2011 laut ZAMG St. Andrä im Lavanttal mit 79 Prozent weniger Niederschlag der trockenste Ort Kärntens. Dicht gefolgt von Weitensfeld mit minus 78 Prozent Regen und Dellach im Drautal mit minus 73 Prozent.
Nicht verwunderlich, dass auch die Feuerwehren seit Monaten Wasser zu Bauernhöfen und Haushalten liefern müssen. Ganz besonders im Lavanttal ist die Lage ob der wenigen Quellen angespannt. "Seit November haben wir rund 420.000 Liter Wasser ausgeführt", erzählt Anton Meyer, Kommandant der FF St. Andrä/Lav. Auch in Kappel am Krappfeld besteht Wassermangel. In und um Völkermarkt hat die örtliche Feuerwehr im Februar über 150.000 Liter Wasser - das sind rund 1000 gefüllte Badewannen - ausgeliefert. Entwarnung gab aber am Mittwoch Umweltlandesrätin Beate Prettner: "Wir sitzen noch lange nicht auf dem Trockenen." Davon überzeugte sie sich an den dafür vorgesehenen Messstellen im Umkreis von Mallnitz und überprüfte die Wasserführung der Gewässer.
Auch Wiesen- und Waldbrände sind keine Seltenheit. 30 waren es vergangene Woche. In vielen Bezirken wie etwa Hermagor trat bereits die Brandverordnung in Kraft. Das heißt: Feuer anzünden und Rauchen in und am Rande von Wäldern ist verboten. Ob Borkenkäfer heuer zur Plage werden könnten, kann noch nicht gesagt werden. "Problematisch werden die, wenn's bis in den Juni hinein zu trocken ist."
Entspannung könnten nur ausgiebige Regenfälle bringen. "Doch das Hochdruckgebiet ,Gulliver' hält sich hartnäckig", sagt Hohenwarter. In Kärnten scheint bereits elf Stunden am Tag die Sonne. Im Vergleich schien sie am Dienstag in Wien nur zehn Minuten.
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Zahlen und Fakten
-79% weniger Niederschlag gab es in St. Andrä im Lavanttal seit dem 1. November 2011. Das ist der absolute Negativ-Rekord in Kärnten und Osttirol.
Weitensfeld -78%
Dellach/Drautal -73%
Kötschach-Mauthen -69%
Klagenfurt -67%
Villach -66%
Lienz -62%
Loiblpass -60%










